Innenfeind

Die FPÖ wurde einst von außen groß gemacht. Klein macht sie sich selbst.

Wien (OTS) - Ja, ja, der Außenfeind. Egal, wie die FPÖ-Chefs hießen. Die Klage war die gleiche. Jetzt ertönt sie von Heinz-Christian Strache: "Immer dann, wenn die Freiheitliche Partei wieder erfolgreich ist, kommen genau diese Sachen, kommen Verleumdungen und Diffamierungen."

Lieber Herr Strache: Erstens kann nichts kommen, was nicht da ist. Zweitens entstammen diese Sachen den eigenen Reihen. Auch das ist nicht neu.

Einst putschten Haider, Strache und Stadler gegen die Führung, im April 2005 sagten sich der Kärntner Landeshauptmann und die verbliebenen Getreuen von der FPÖ los. Jetzt matchen Strache und Stadler - zum Gaudium der Orangen, zum Ärger der Funktionäre, die die Blauen angesichts der wiederbelebten Großen Koalition rosigen Zeiten entgegengehen sahen.

Dabei ist das Kriegsspiel erst in der ersten Halbzeit. Es gebe "noch viel eindeutigere Bilder" aus Straches Vergangenheit, heißt es in der Partei. Dem Obmann ist zu Recht bange. Dass er nicht ausschließt, dass weitere "Juxfotos" auftauchen, zeigt, wie sehr. Da kann er noch so sehr den Märtyrer mimen.

Um Wirbel in die Partei zu bringen, braucht es keinen Außenfeind. Egal, wie die Chefs heißen. In der FPÖ gibt es genügend Parteifreunde.
karin.leitner

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