Kopetz: Energiepolitik der Klimapolitik unterordnen

Österreichischer Biomasse-Verband fordert Arbeitsausschuss zu Klima und Energie

Wien (OTS) - "Wir müssen endlich verstehen, dass Klima und Energie zwei Seiten des gleichen Problems sind", mahnt Heinz Kopetz, Vorsitzender des Österreichischen und des Europäischen Biomasse-Verbandes, anlässlich der jüngsten Sturmkatastrophe und dem wärmsten Jänner seit es Wetteraufzeichnungen gibt. "Nur wenn wir die Klimaschutzpolitik an erste Stelle setzen, wird es uns gelingen, in Zukunft eine sichere und nachhaltige Energieversorgung zu etablieren - zum Wohl unserer Wirtschaft, unserer Gesellschaft und unserer Umwelt."

Das könne nur bedeuten: Umbau des Energiesystems und Reduktion der CO2-Emissionen - und zwar um jährlich 3 % - durch sukzessiven Abbau der fossilen Energieproduktion. Im neuen Regierungsprogramm sind dazu klare und vernünftige Ziele definiert, was jetzt noch fehlt sind konkrete Vorstellungen zur Umsetzung und entsprechende gesetzliche Rahmenbedingungen. "Ich appelliere daher an die neue Bundesregierung, eine Arbeitsgruppe einzusetzen, die innerhalb von drei Monaten einen Maßnahmenkatalog vorlegt, der noch heuer gestartet werden kann, damit die Zielsetzungen im Bereich Energie und Klima erreicht werden können", so Kopetz.

"Tullner Erklärung" - Leitbild für die Bioenergieentwicklung bis 2020

Der Österreichische Biomasse-Verband hat dazu am 13. Österreichischen Biomassetag in Tulln im November 2006 bereits Detailziele und konkrete Vorschläge für eine erfolgreiche Umsetzung präsentiert und möchte so seinen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung leisten.

Die "Tullner Erklärung" setzt im Wärmebereich vor allem

  • auf Investitionsförderungen beim Umstieg auf biogene und solare Heizsysteme sowie
  • auf CO2-Pönalen bei der Anschaffung von Öl- und Gasheizungen. In der Stromversorgung bedarf es vorwiegend
  • gesetzlich verankerter Sparmaßnahmen, großes Potenzial liegt hier in der
  • Substitution von Elektroheizungen durch Heizformen auf erneuerbarer Basis. Außerdem muss
  • ein neues Ökostromgesetz den Schwerpunkt auf den raschen Ausbau der Windkraft legen.

Bei den Biotreibstoffen werden neben der erfolgreichen Beimischungsstrategie vor allem steuerliche Maßnahmen an gedacht:

  • Anhebung der Mineralölsteuer auf fossilen Diesel und Benzin auf das Niveau unserer Nachbarländer sowie
  • Besteuerung verbrauchsstarker Fahrzeuge (mehr als 5 l/100 km).

Für die Biomasserohstoffproduktion bedeutet das die konsequente Ausweitung der Energieproduktion auf landwirtschaftlichen Flächen (Energiehölzer, Miscanthus, ...).

Hintergrundinformation

Auf http://www.biomasseverband.at/biomasse/?cid=24670 finden Sie in Kürze Bildmaterial zur Aussendung. Die gesamte "Tullner Erklärung" finden Sie ebenfalls auf unserer Webseite unter:
http://www.biomasseverband.at/biomasse/?cid=24497

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DI Stephan Grausam
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