Haberzettl eröffnete FSG-Bundesfraktionskonferenz

Rieder: Koalitionsregierung muss aufholen was sieben Jahre versäumt wurde

Wien (FSG) - Als eine enorme Herausforderung bezeichnete der gf. Vorsitzende der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG) im ÖGB, Wilhelm Haberzettl, die derzeitige Situation der FSG und der Gewerkschaftsbewegung bei seiner Begrüßung der mehr als 460 Delegierten der heutigen FSG-Bundesfraktionskonferenz im Austria Center Vienna. Haberzettl konnte auch eine besonders große Anzahl an Ehrengästen willkommen heißen.++++

Der Wiener Finanzstadtrat und Vizebürgermeister bezeichnete die Gegenwart als "Zeit des Wirtschafts- und Beschäftigungsumbruches und als Zeit der politischen Veränderung." Als besondere Freude bezeichnete er es, dass es nach einem Viertel Jahrhundert mit Maria Berger wieder eine sozialdemokratische Justizministerin gibt. Er strich auch die Gemeinsamkeit zwischen SPÖ Wien und FSG hervor und unterstrich, dass auch in Zukunft SpitzengewerkschafterInnen für die SPÖ im Wiener Gemeinderat vertreten sein werden.

Der Wiener Vizebürgermeister warnte vor übertriebenen Erwartungen an die neue Koalitionsregierung. Rieder: "Die Koalitionsregierung kann nicht Wenderegierung sein. Sie hat die Aufgabe aufzuholen was vor allem im Beschäftigungs-, Wirtschafts-, Sozial- und Bildungsbereich versäumt worden ist." Allerdings müsse die neue Regierung auch Kritik vertragen.

Den ÖGB-Reformprozess bezeichnete er als schwierige Aufgabe und wünsche, dass die Gewerkschaftsbewegung gestärkt hervor gehe. Rieder warnte davor zu glauben, dass die Stellung der Gewerkschaften gegenüber den Arbeitgebern besser sei, wenn die Fachgewerkschaften überbetont würden. Dies, so der Vizebürgermeister, wäre "ein fataler Irrtum". Rieder: "Die Stärke der Gewerkschaftsbewegung ruht auf einen starken ÖGB."

FSG, 22. Jänner 2007 Nr. 8

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