Klement: Josef Pröll verschläft Chancen für Bio-Landwirtschaft

"FPÖ sieht Kritik am Landwirtschaftsminister bestätigt"

Wien (OTS) - "Josef Pröll versäumt kaum einmal zu betonen, wie gut es den österreichischen Bauern ginge. Entweder meint der Herr Landwirtschaftsminister die wenigen Landwirte, die er persönlich kennt, oder aber er lebt in einer agrarischen Scheinwelt von Kuhhandel und Milchmädchenrechnung", kritisiert der freiheitlich Agrarsprecher NAbg. Dipl.-Ing. Karlheinz Klement.

Im Zuge des EU-Beitritts, der "Globalisierung der Märkte", eines gnadenlosen Preiswettbewerbes und haarsträubender EU-Verfügungen (Zuckermarktordnung, Weinhandelsabkommen mit den USA usw.) gaben in wenigen Jahren über 80.000 österreichische Bauern ihre Betriebe auf (im Jahre 2004 waren es 20 Bauern pro Tag!).

Aufgrund von Weltmarktzwängen und darob erhöhter Produktionseffizienz stiegen die Lebensmittelexporte 2005 zwar um zehn Prozent an. In einem wesentlichen, weil wachsenden Segment ihrer Produktivität allerdings hinkt die heimische Landwirtschaft ihren Möglichkeiten weit hinterher:

"Die biologische Landwirtschaft Österreichs hätte aufgrund ihrer Qualität große Chancen auf den Exportmärkten. Eine Offensive in diese Richtung wurde von Pröll verschlafen oder bewußt nicht in Angriff genommen. Als massiven Rückschlag für den Öko-Landbau muß nämlich die vor Monatsfrist vom EU-Agrarministerrat beschlossene Bio-Richtlinie bewertet werden. Sie gestattet künftig eine neunmal höhere gentechnische Verunreinigung biologischer Lebensmittel. Josef Pröll, der diesen folgenschweren Beschluß keines Kommentars für würdig hielt, stellt Österreichs Bio-Bauern damit vor eine ungewisse Zukunft. Es wird dringend Zeit, daß sich der Herr Umweltminister in Sachen Gentechnik energisch für die Interessen der heimischen Bauern und die Interessen aller Österreicher einsetzt, für die gentechnik-freie Nahrung zu Recht eine Überlebensfrage darstellt" fordert Klement.

Eine Bestätigung für die Richtigkeit von gentechnik-freier Landwirtschaft ist die Tatsache, daß nicht nur heimische Verbraucher vermehrt besonderen Wert auf Bio-Lebensmittel legen. Auch eine kürzlich abgehaltene Umfrage unter deutschen Konsumenten ergab, daß österreichische Lebensmittel vor allem wegen ihrer Hochwertigkeit und Natürlichkeit geschätzt werden.

Rückfragen & Kontakt:

Freiheitlicher Parlamentsklub

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FPK0001