Stipendien: Nach Berechnung der ÖH mindestens 40 Millionen Euro notwendig

ÖH fordert ernsthafte Ausweitung und Erhöhung der Stipendien

Wien (OTS) - Für eine Erhöhung der Stipendien bei gleichzeitiger Ausweitung des BezieherInnenkreises ist eine Aufstockung von mindestens 40 Millionen Euro notwendig, das haben die Berechnungen der SozialexpertInnen der Österreichischen HochschülerInnenschaft (ÖH) ergeben.
"Durch das jahrelange Versäumnis, die Stipendien an die Inflation anzupassen entstand ein Wertverlust von rund 20%", erläutern Barbara Blaha und Lina Anna Spielbauer aus dem ÖH Vorsitzteam.
Die von Wissenschaftsminister Hahn angestrebte Erhöhung um 25 Millionen würde lediglich den Wertverlust der bereits existierenden Stipendien wettmachen, die angekündigte Ausweitung des BezieherInnenkreises würde somit ins Wasser fallen.

Die Kriterien für Bezug von Sozialstipendien sind zum letzten Mal vor Einführung der Studiengebühren verändert worden. Diese Kriterien müssen erneuert und damit der BezieherInnenkreis ausgeweitet werden:
"Das Ziel ist, dass über ein Viertel der Studierenden Stipendium beziehen. Dazu ist es notwendig, mindestens 40 Millionen Euro in die Hand zu nehmen", so Blaha und Spielbauer, "Bundeskanzler Gusenbauer ist aufgefordert, dieses Ziel seinem Wissenschaftsminister und seinem Finanzminister als Zielsetzung auf den Weg mitzugeben."

Mit einer Inflationsanpassung der Stipendien ist ein erster Schritt in die Richtige Richtung getan, so Blaha und Spielbauer abschließend: "Insgesamt muss das Stipendiensystem aber dynamischer gestaltet werden. Studierende dürfen nicht mehr vom guten Willen der Regierenden abhängig sein, sondern zum Beispiel einen Anspruch auf regelmäßige Inflationsanpassung haben."

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