Alfred Gusenbauer zu Gast im Ö3-"Frühstück bei mir": "In erster Linie möchte ich Volksschüler unterrichten."

Wien (OTS) - Aus einem kurzen Espresso hat das Frühstück von Alfred Gusenbauer bestanden, als er Ö3-Moderatorin Claudia Stöckl sein erstes persönliches Interview als neuer Regierungschef in dem noch spärlich möblierten Büro im Bundeskanzleramt gegeben hat. Vorgänger Wolfgang Schüssel hat nur seinen gläsernen Schreibtisch hinterlassen: "Den tausche ich allerdings auch noch aus. Meiner wird aus Holz sein. Hier muss mehr Wärme einziehen", so Gusenbauer im Ö3-Interview. Der Kanzler, der derzeit auf Krautsuppen-Diät ist und in der letzten Woche bereits siebeneinhalb Kilo abgenommen hat, gab im Ö3-"Frühstück bei mir" Details zu seinem versprochenen Einsatz als Nachhilfelehrer preis: "In erster Linie möchte ich Volksschüler unterrichten. Ich würde mir aber durchaus auch für die Unterstufe Deutsch, Englisch und Mathematik zutrauen."

Im Hitradio Ö3 kommentierte Gusenbauer auch seinen laut jüngster Meinungsumfragen großen Absturz in der Wählergunst: "Ja, natürlich sind mir gute Meinungsumfragen lieber als schlechte. Andererseits sind das auch Momentaufnahmen in Zeiten starker Gefühlwallungen." Er sprach über die Aussagen von Familien- und Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky über nervende Kinder und ihre Liebe zum Schweinsbraten: "Sie ist erfrischend ehrlich, denn zu sagen, dass Kinder einem nie auf die Nerven gehen ist mit Sicherheit nicht die Wahrheit. Und auch als Gesundheitsministerin muss sie keine Heilige sein, abgesehen davon, dass ein Schweinsbraten ab und zu nicht zu verachten ist."

Gusenbauer hat im Hitradio Ö3 auch erkärt, warum er in den Fenstern seiner 90m2 Mietwohnung am Spittelberg wegen Drohungen im Jahr 2000 Panzerglas eingesetzt hat und er hat über die Reaktionen nach der Verkündigung im Ö3-Wecker vor zehn Tagen, dass seine Festnetz-Nummer im Telefonbuch steht, gesprochen: "Seither läutet das Telefon ohne Unterbrechung. Die Leute kommen teilweise gar nicht durch, weil soviele gleichzeitig anrufen. Wir lassen es derzeit einfach läuten. Es ist ja nicht möglich, wenn ich um 22 Uhr nachhause komme, bis 2 Uhr in der Früh Telefonanrufe zu beantworten. Das wird auch jeder verstehen." Eine magere Bilanz hat der 46jährige Regierungschef, der seine Lebensgefährtin Eva Steiner erst heiraten will "wenn es niemanden mehr interessiert", in Sachen Liebeserklärungen zu verzeichnen: "Meine letzte fundamentale Liebeserklärung habe ich vor 20 Jahren gemacht, als ich Eva kennengelernt habe."

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