ÖSTERREICH: Pröll: "Zu Andreas Khol ist alles gesagt"

"In ÖVP nicht auf Kernthemen beschränken" - Über alles reden, aber Homo-Ehe nicht mit klassischer Ehe gleichstellen

Wien (OTS) - ÖVP-Umweltminister Josef Pröll will die ÖVP öffnen. Dies bedeutet für ihn, "dass Personen, die sich nur auf ganz wenige Kernthemen beschränken und nicht bereit sind, eine offene Diskussion zuzulassen, auf Dauer in der ÖVP unter Druck kommen werden", sagte er im Interview für die Sonntag-Ausgabe von ÖSTERREICH. Ob das auf Ex-Nationalratspräsident Andreas Khol gemünzt sei, dem der niederösterreichische Landeshauptmann Erwin Pröll "Engstirnigkeit" vorgeworfen hat? Josef Pröll: "Zu Andreas Khol ist alles gesagt."

In der Perspektivengruppe, die bis September ein Zwischenergebnis vorlegen soll, will Pröll über alles diskutieren. Auch über in der ÖVP so umstrittene Themen wie neue Familienstrukturen: "In der privaten Aufstellung ist sehr viel möglich geworden. Das ist eine Lebenswelt, die da ist und zu akzeptieren ist. Ich bekenne mich total dazu, dass in der ÖVP Platz für Menschen sein muss, die außerhalb der Ehe andere Lebensentwürfe für sich entwickeln."

Diskutiert werden könne auch über eingetragene Partnerschaften -und über mehr Rechte für homosexuelle Paare. Bei letzterem hat Pröll aber eine klare persönliche Meinung: "Aber dass die Homo-Ehe am Ende mit einer klassischen Ehe gleichgestellt wird, damit rechne ich nicht."

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