Neue "KÄRNTNER TAGESZEITUNG" - Kommentar: Die Sache mit der Rache (von Eva Weissensteiner)

Ausgabe 21. Jänner 2007

Klagenfurt (OTS) - Wenn Sie mich fragen: Ich bin dafür. Dieser
neue Machtkampf in der nach einem Machtkampf halbierten FPÖ, der g´fallt mir. Strache gegen Stadler heißt das Duell. Von Parteiausschluss ist bereits die Rede. Mein Vorschlag: Der Ausgeschlossene sollte seine Getreuen mitnehmen und eine neue Partei gründen. Vielleicht ein BVÖ, ein Bündnis Vergangenheit Österreich. Da dann das Einzige, was diese neuen Parteifreunde verbindet, die Abneigung gegenüber den alten ist, kann der Frieden natürlich nicht lange halten. Die logische Folge wäre somit eine neue Abspaltung. Und noch eine ... Am Ende hätte dann jeder sein höchstpersönliches Polit-Hamatle gefunden. Und wäre auch gleich sein eigener Parteichef. Um dem ganzen eine gewisse Dynamik zu geben, sollten alle Dossiers in sämtlichen blau-orangen Archiven umgehend geöffnet werden. Was da nicht alles enthüllt werden könnte ... Klein Jörgi beim Sandkastenspielen vielleicht; Westi beim Schlammcatchen mit seinem Bodyguard; Karl-Heinz in knallgrüner Seepferdchen-Badehose - ach nein, das hatten wir ja schon.
"Das Archiv ist die Rache der Journalisten an den Politikern", sagte Robert Hochner einmal. Ich finde, die Politik sollte die Sache mit der Rache selbst in die Hand nehmen und ihre Archive öffnen. Wir warten gespannt.

Rückfragen & Kontakt:

Kärntner Tageszeitung
Chefredaktion
Tel.: 0463/5866-502
ktzredaktion@apanet.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | KTI0001