Therapie mit Stammzellen ist keine Zukunftsmusik / In Köln nimmt das erste private Klinik-Zentrum für regenerative Medizin seine Arbeit auf

Köln (ots) - Stammzellen zählen schon seit geraumer Zeit zu den großen Hoffnungsträgern in der medizinischen Forschung, haben sie doch die phänomenale Fähigkeit, aus sich selbst heraus alle möglichen anderen Zell- und Gewebetypen des menschlichen Körpers zu erzeugen. Dieses enorme Regenerations- und Reparaturvermögen macht sie zu einem idealen Instrument für die Therapie bisher nur unzureichend behandelbarer Krankheiten. Doch nur selten, so hat es bis jetzt den Anschein, erreichen die durchaus erfolgversprechenden Ergebnisse aus der Wissenschaft auch tatsächlich diejenigen Menschen, die Hilfe brauchen und suchen: Patienten, die unter schweren degenerativen Erkrankungen wie beispielsweise Parkinson, Multipler Sklerose, Schlaganfall oder Diabetes leiden und bei denen alle herkömmlichen Therapien bereits ausgeschöpft wurden.

Im Kölner XCell-Center, das Teil des neu errichteten Instituts für regenerative Medizin ist und sich als autonome Praxisklinik unter dem Dach des Eduardus-Krankenhauses befindet, setzt man die Forschungsresultate hingegen direkt zum Nutzen der Patienten ein. Zum Einsatz kommen dabei nicht die umstrittenen und ethisch bedenklichen embryonalen Stammzellen, deren praktische Anwendung aufgrund der politischen Debatte auch noch in weiter Ferne liegen dürfte.

Im XCell-Center verwendet man für die Therapie stattdessen sogenannte adulte Stammzellen, die auch noch bei jedem erwachsenen Menschen in verschiedenen Körpergeweben vorhanden sind. Diese adulten Stammzellen haben zwar nicht mehr ganz das hohe Erneuerungspotential ihrer embryonalen Pendants, doch hat sich vor allem in den vergangenen fünf Jahren gezeigt, dass auch sie sehr wohl in der Lage sind, die verschiedensten geschädigten Gewebe und Organe wirkungsvoll zu reparieren. Bei den adulten Stammzellen gibt es weder rechtliche noch ethische Probleme, zudem haben sie den Vorteil, dass sie dem Patienten selbst entnommen werden und Abstoßungsreaktionen daher sehr unwahrscheinlich sind. Namhafte Experten bezeichnen adulte Stammzellen daher inzwischen auch als den Königsweg in der Stammzelltherapie.

Weltweit haben sich schon zahlreiche Patienten, bei denen die herkömmlichen medizinischen Behandlungsverfahren ausgeschöpft waren, einer solchen Stammzelltherapie mit Erfolg unterzogen. Das Therapie-Angebot des XCell-Center umfasst daher jene Krankheitsbilder, für die international bereits eindeutige, positive Erfahrungen mit der Stammzelltherapie vorliegen. Dies sind derzeit Schlaganfall, Multiple Sklerose, Parkinson, Rückenmarksverletzungen, Lebererkrankungen, Arthrose sowie Diabetes (Typ II) mit seinen Folgeerscheinungen Herzinfarkt, Diabetischer Fuß oder Erektile Dysfunktion.

Das XCell-Center-Team setzt sich aus Wissenschaftlern und Medizinern zusammen, die über jahrelange Erfahrung bei der Isolierung und Aufbereitung adulter körpereigener Stammzellen verfügen. Das XCell-Center wendet dabei die weltweit höchsten Standards gemäß der Good Manufacturing Practices (GMP) an.

In einem ausführlichen Vorgespräch, dem Studium aller vorhandenen medizinischen Unterlagen sowie einer eingehenden Anamnese wird zunächst geprüft, ob der Patient für eine Stammzelltherapie in Frage kommt. Unter Umständen sind hierzu auch weitere diagnostische Verfahren notwendig. Bei einer positiven Beurteilung werden aus dem Knochenmark des Patienten seine Stammzellen gewonnen. Diese werden in einem speziellen und patentierten Verfahren aufbereitet und danach dem Patienten wieder zurück injiziert. Die Stammzellen sollen dann im Zielgewebe mit der Regeneration beispielsweise von zerstörten Herzmuskelzellen oder Insulin-produzierenden Zellen beginnen.

Mehr Informationen zum Leistungsspektrum und der Arbeit des ersten privaten Stammzell-Zentrums auf deutschem Boden finden man unter www.xcell-center.de.

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Dr. Claudia Mauelshagen
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