Morak zum Tod von Gerhard Bronner, einem "Altmeister des literarischen Kabaretts"

Wien (ÖVP-PK) - Er war die letzte Größe aus dem an herausragenden Zeitkritikern und imponierenden Bühnenfiguren reichen Nachkriegskabarett, er verband satirische Schärfe mit umwerfenden Charme und weltmännischer Lebensart. Dieses österreichische Monument künstlerischer Beständigkeit und politischer Wachsamkeit vermissen zu müssen, schmerzt. Doch Gerhard Bronners literarischer Tonfall und seine unverwechselbare Musikalität werden im Ohr bleiben. Das sagte heute, Freitag, ÖVP-Abg. Franz Morak zum Ableben Gerhard Bronners. ***

"Gerhard Bronner war der Prometheus, der die Ironie in Österreichs Wirklichkeit der 50er und 60er Jahre gebracht hat. Die österreichische Jugend der sechziger und siebziger Jahre hat Gerhard Bronners Kabarettlieder wie Schlager nachgesungen, und sie sind so ins Repertoire der Volkskultur eingegangen. Ihm war es vergönnt, noch bis zuletzt sein Publikum vom Klavier aus zu entzücken - und dabei in seinem begnadet langen Leben an eine Wiener Tradition anzuknüpfen, die 1938 so gewaltsam-tragisch endete. Er holte das Kabarett für eine neue Blütezeit aus den Kellertheatern auf die Fernsehbühne. Durch Jahrzehnte hat er in seiner ORF-Langzeit-Radioreihe ‚Schlager für Fortgeschrittene’ für strenge Urteile und guten Geschmack geworben."

"Uns bleibt seine Kunst in den vielen Film- und Tondokumenten erhalten. Heute trauern wir um diese ebenso herzliche wie noble Künstlerpersönlichkeit", schloss Morak.
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