Impulse für Barrierefreiheit und Passivhäuser

LR Rein präsentierte Wohnbaurichtlinien 2007

Bregenz (VLK) - Laufende Verbesserungen der Wohnbauförderungsrichtlinien des Landes haben in den letzten Jahren maßgeblich dazu beigetragen, dass hohe Qualitäts- und Umweltstandards, aber auch gesellschaftliche Entwicklungen im Wohnbau berücksichtigt und umgesetzt werden. Auch im neuen Jahr werden durch verschiedene Anpassungen und Verbesserungen weitere Impulse gesetzt, so Wohnbaulandesrat Manfred Rein heute, Freitag, im Landhaus. Die aktuelle Wohnbaufibel 2007 ist im Internet auf www.vorarlberg.at abrufbar.
Bestens bewährt hat sich die ökologische Ausrichtung der Wohnbauförderungsrichtlinien mit Regelförderung und Öko-Sätzen. LR Rein: "Umwelt- und ressourcenschonendes Bauen wird mit höheren Förderungsbeträgen belohnt und erzielt daher mittlerweile einen Anteil von 85 Prozent."

Weiter an Bedeutung zunehmen wird laut Rein das barrierefreie Bauen, weil der Anteil der älteren Menschen in der Bevölkerung stark steigt. Ein wichtiger Schwerpunkt der Förderungsrichtlinien 2007 ist auch die Forcierung des Baus von Passivhäusern. Gemeinnützige Bauträger werden über Förderungseckpunkte - eine Steigerung in der Förderung und Zugeständnisse in den erhöhten Baukosten - veranlasst, Mietwohnungen in Passivhausqualität auszuführen.

Ab 25 Wohneinheiten wird der gemeinnützige Bauträger zu einer Wohnquartiersbetrachtung verpflichtet. Dadurch soll es insbesonders einen Ausgleich zwischen Gewerbe, Wohnen, Naherholung und Verkehr geben. "Die Quartiersbetrachtung hat das Ziel, dass durch die Wohnanlage ein Mehrwert in punkto Lebensqualität geschaffen wird", sagte Wohnbauförderungs-Vorstand Wilfried Bertsch.

Die Förderungsbilanz 2006: Insgesamt wurden für 1.486 Neubauwohnungen Förderungszusagen ausgestellt, davon sind 1.255 Öko-Wohnungen und 465 barrierefreie Wohnungen.

In der Althaussanierung ist gegenüber den Darlehenszuschüssen die Möglichkeit der sofortigen Bargeldförderung sehr gefragt. Für ein Drittel der 2.428 sanierten Wohnungen wurden einmalige Bargeldbeträge ausbezahlt. Für 348 Wohnungen wurden bereits die supergünstigen Sanierungsdarlehen in Anspruch genommen (0,5 Prozent Zins). Auch hier spielt der Faktor Ökologie eine bedeutende Rolle, der Öko-Anteil macht 53 Prozent aus.

In der Solaranlagenförderung wurde mit 1.246 Förderungen neuerlich ein Jahresrekord erzielt. Insbesonders im Eigenheim wird bereits ein Drittel der Solaranlagen neben der Warmwasseraufbereitung auch für die Raumheizung verwendet. Seit 1. Juli 1991 wurden insgesamt 11.790 Solaranlagen mit Förderungen des Landes von insgesamt 22,5 Millionen Euro unterstützt. Die Gesamtkollektorfläche beträgt 144.000 Quadratmeter.
(gw)

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