DVB-T geht in die zweite Runde

Interessensbekundung für MUX B beginnt

Wien (OTS) - Das digitale Antennenfernsehen ist am 26. Oktober
2006 in den Landeshauptstädten und Umgebung mit ORF 1, ORF 2 und ATV gestartet. Ab Mitte 2007 soll ein zweiter Multiplex, MUX B, mit weiteren Programmen on Air gehen. Rundfunkbetreiber haben ab heute die Möglichkeit, sich für die Übertragung auf MUX B zu bewerben.

"Einer der großen Vorteile der digitalen TV-Übertragung ist die effizientere Nutzbarkeit der vorhandenen Frequenzen. Diese sind ein stark begrenztes Gut," erklärt Michael Wagenhofer, kaufmännischer Geschäftsführer, ORS. "Ab sofort laden wir Anbieter ein, sich für MUX B zu bewerben und damit einen wichtigen Beitrag zu mehr Programmvielfalt zu leisten."

ORF1, ORF 2 und ATV werden seit 26. Oktober 2006 auf der ersten so genannten terrestrischen Multiplex-Plattform (MUX A) übertragen. Mit dem Analogue-Turn Off in den Landeshauptstädten und Umgebung werden Kapazitäten für die 2. Programmbelegung (MUX B) frei. So sollen weitere Programme ab Mitte 2007 via DVB-T zu empfangen sein.

Von 19. Jänner bis 19. Februar 2007 haben interessierte TV- und Radioanbieter sowie Anbieter von Zusatzdiensten Zeit, sich bei der ORS für die digital-terrestrische Übertragung ihrer Services innerhalb Österreichs zu bewerben.

Drei Angebotspakete geschnürt

Die ORS hat drei Angebotsvarianten zur regionalen Verbreitung der Services ausgearbeitet.

"Die geografische Verfügbarkeit der digitalen Signale entspricht im Wesentlichen der ,DVB-T
MUX A-Versorgung’ vom 26. Oktober 2006," erklärt Karl Fischer, technischer Geschäftsführer der ORS.

  • "Regional": Dieses Paket umfasst eine Landeshauptstadt und deren Umgebung.
  • "Überregional": Dieses erstreckt sich über mehrere Landeshauptstädte und Umgebung.
  • "Österreichweit": Diese Variante erreicht sämtliche Landeshauptstädte und Umgebung.

Die Auswahl: Verfahren und Kriterien

Welche Bewerber ihre Angebote im MUX B senden können, entscheidet die ORS im Rahmen eines so genannten "beauty contests" anhand der von der KommAustria festgesetzten Entscheidungskriterien.

"Mit den vorliegenden Richtlinien zur Auswahl, sichern wir einen wettbewerbsneutralen Zugang für alle Interessenten," so Michael Wagenhofer. Die Ausschreibungsbedingungen sind ab heute auf der ORS Website www.ors.at verfügbar und wir legen größten Wert auf eine transparente Auswahl der Bewerber."

Hinsichtlich der Serviceart werden den Richtlinien folgend Fernsehprogramme gegenüber Radioprogrammen und Zusatzdiensten präferiert. Programmbegleitenden Zusatzdiensten muss gegenüber programmunabhängigen Diensten der Vorzug gegeben werden.

Kriterien für den Programminhalt sind: Steigerung der Programm-und Meinungsvielfalt innerhalb des DVB-T Bouquets, der Anteil der eigen-gestalteten Programme, die Nachfrage der Teilnehmer, der Österreichbezug bzw. Regionalbezug und das Angebot von Zusatzdiensten im mhp-Standard. Programmbieter, die ihr Programm unverschlüsselt und frei zugänglich übertragen wollen, werden ebenfalls bevorzugt.

Ein Experten-Beirat unterstützt die ORS bei der Auswahl der Programmanbieter

Bei der Bewertung der eingereichten Interessensbekundungen wird die ORS inhaltlich von einem Experten-Beirat aus den Bereichen Wissenschaft, Medien und Bildung unterstützt. Dieser bewertet die Angebote der Bewerber hinsichtlich des Beitrags zur Programmvielfalt und -attraktivität und arbeitet abschließend eine Empfehlung aus.

Dem Beirat gehören der ehemalige Stadtschulratspräsident und gegenwärtigte Restitutionsbeauftragte Kurt Scholz, der Kommunikationswissenschaftler Thomas Steinmaurer (Uni Salzburg), der Journalist und Rundfunkmanager Gerhard Weis (ehem. ORF Generalintendant) und die Medienfachfrau Alfreda Bergmann-Fiala (ehem. GF Kabel-TV-Wien und Telekabel Wien sowie ehem. Obfrau des Fachverbandes der Telekommunikations- und Rundfunkunternehmungen) an.

"Wir freuen uns sehr, bei der Auswahl auf die Unterstützung von anerkannten Medienexperten bauen können", so Michael Wagenhofer.

Sobald die ORS mit Unterstützung des Beirats die Interessenten bewertet hat, werden diese zu Detailverhandlungen eingeladen. Mit Abschluss soll feststehen, welche Anbieter ihre Services via MUX B übertragen werden.

Über die Österreichische Rundfunksender GmbH & Co KG (ORS)

Die Österreichische Rundfunksender GmbH & Co KG (ORS) zeichnet für Aufbau und Betrieb der technischen Infrastruktur für DVB-T in Österreich verantwortlich. Das Unternehmen entstand Anfang 2005 aus der Sendetechnik des ORF und steht zu 60% im Eigentum des ORF und zu 40% im Eigentum der zur Raiffeisen-Gruppe zählenden Medicur Sendeanlagen GmbH. Als Österreichs führendes Serviceunternehmen für analoge und digitale Rundfunkübertragung betreibt die ORS für ihre Kunden ein weitläufiges Sendernetz an knapp 500 Standorten. Weiters ist die ORS als technisches Dienstleistungsunternehmen im Bereich digitales Satellitenfernsehen tätig. Zu den Kunden der ORS zählen führende Unternehmen aus den Bereichen Fernsehen (z.B. ORF, ATVplus, goTV, easyTV, Arena), Hörfunk (z.B. Ö1, Ö2, Ö3, Kronehit Radio), Mobilfunk (z.B. mobilkom austria, ONE, tele.ring) oder Energie (z.B. EVN).

Rückfragen & Kontakt:

ORS Marketing, Sales & Communication
Mag. Michael Weber
Tel.: +43 / 1 / 87040 - 12942
Fax: +43 / 1 / 87040 - 12964
Mobil: +43 664 627 89 06
E-Mail: michael.weber@ors.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | TRI0001