Grüne Wien: Qualität in der Arbeitsmarktpolitik muss gewährleistet bleiben

Stadträtin Vana teilt Sorgen des DSE-Wien um Integrationschancen von Transitarbeitskräften

Wien (OTS) - "Die Verkürzung der Beschäftigungsdauer von 12 auf 6 Monate von Transitarbeitskräften in sozialökonomischen Betrieben und gemeinnützigen Beschäftigungsprojekten durch das AMS-Wien bedeuten eine Verschlechterung der Integrationschancen in den ersten Arbeitsmarkt", betont Monika Vana, Stadträtin der Grünen Wien.

Die Grünen Wien erneuern ihre Kritik zur Vergabepraxis des AMS, die zu alarmierenden Entwicklungen wie etwa der Schließung von zwei Jugendausbildungsprojekten des WUK führt. "Die durch öffentliche Ausschreibungen statt wie früher direkte Vergaben entstehende Konkurrenzsituation zwischen Anbietern sozialer Dienstleistungen führt zu Preisdumping, Qualitätsverlust und Verschlechterungen für MitarbeiterInnen. Kostenminimierung scheint wichtiger zu sein als die Qualität der Dienstleistung und der Arbeitsplätze", kritisiert die Stadträtin. TrainerInnen in Schulungsmaßnahmen des AMS gibt es zum Beispiel fast nur noch auf freiberuflicher Basis. Dieser Umstand ist mehr als besorgniserregend und steht im krassen Gegensatz zu notwendigen Verbesserung von Bildung und Ausbildung".

Vana teilt die Kritik des Wiener Dachverbands für Sozial-Ökonomische Einrichtungen (DSE), der vor Qualitätseinbußen besonders bei der Betreuung von Menschen mit Behinderung bzw. Sucherkrankung warnt:
"Menschen, die gesellschaftlich benachteiligt werden, sollte das AMS besonders unterstützen und die bestmögliche Unterstützung anbieten."

Die Grünen Wien fordern den Ausbau von Sozialökonomischen Betrieben und gemeinnützigen Beschäftigungsbetrieben und die Erhöhung der Mittel vor allem für Integrationsprojekte. Darüberhinaus sei eine Ausschreibungspraxis notwendig, die der Qualität der erbrachten sozialen Dienstleistung oberste Priorität einräumt und es Anbietern ermöglicht, qualitätsvolle gut bezahlte Arbeitsplätze anzubieten. "Der Abwärtsspirale bei Personalkosten und Qualität im sozialen und arbeitsmarktpolitischen Dienstleistungsbereich muss ein Ende gesetzt werden", schließt die Stadträtin.

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