FPÖ: Wachsende Nachfrage für Biokraftstoffe und Energieholz als Chance für Österreich

Norbert Hofer: "Umgesetzte wie ausbleibende Maßnahmen werden zeigen, wie weit Josef Prölls Beteuerungen für ein energie-unabhängiges Österreich ernst zu nehmen sind."

Wien (OTS) - Wachsende Nachfrage und damit wachsende Märkte eröffnen Österreich in den Bereichen Biokraftstoffe und Energieholz enorme Möglichkeiten. Die Nachfrage nach Bioethanol schnellt weltweit in die Höhe. Von den 2005 produzierten 33 Milliarden Litern des Biokraftstoffes entfielen aber lediglich 900 Millionen Liter auf Europa. Hauptproduzenten sind Brasilien und die USA. Für Österreich böte das rapide Marktwachstum die Möglichkeit einer nachhaltigen Stärkung der ländlichen Regionen.

Voraussetzung hierfür wären ernsthaftes Engagement und eine faire Preispolitik, die nicht nur der Alkohol-, Zucker- und Stärkeindustrie, sondern in erster Linie den Erzeugern der Rohstoffe zugute zu kommen hätte. Als Energieträger wären die Überschüsse in der Zuckerrüben- und Getreideproduktion demnach völlig neu zu bewerten. Gleiches gilt für die Wertschöpfungskette einer vermehrten Biogasproduktion und -nutzung.

FPÖ-Umweltsprecher NAbg. Norbert Hofer: "Höchst erfreuliche Potentiale, im Sinne der Importunabhängigkeit der Energieversorgung wie der Neuschaffung von Arbeitsplätzen, bietet auch der Energieträger Holz. Steigende Heizölpreise werden die Energieholznachfrage weiter ankurbeln. Vor allem rasch waschende Gehölze werden ein so kostengünstiger wie umweltfreundlicher Energielieferant der Zukunft sein. Verstärkte Nachfrage ermöglicht die Schaffung von Arbeitsplätzen. Stabilisierte Holzpreise bieten den Produzenten die lange entbehrte Aussicht einer Einkommenssicherung."

Die Einschlagserhöhung bei Sägerundholz, mit der zusätzliche Kontingente an Industrie- und Energieholz auf den Markt kämen, stellte den Wald vor keinerlei Probleme. Laut österreichischer Waldinventur liegen beachtliche Nutzungsreserven brach. Nur zwei Drittel des jährlichen Waldzuwachses, der bei über 5.000 Hektar liegt, werden aktuell genutzt. Von den hie und da kolportierten Engpässen bei Energieholz kann demnach keine Rede sein.

Mit den bei ausgeglichener Waldzuwachsbilanz verfügbaren 2,6 Millionen Festmetern Energieholz könnten bereits über 200.000 Einfamilienhäuser mit Wärme versorgt werden. - Die hierfür erforderlichen Rahmenbedingungen vorausgesetzt.

Josef Prölls Absichten diese zu gewährleisten, scheinen sich in überschaubaren Grenzen zu halten. "Sein" Ökostromgesetz, das für Ökostromanlagen auf Wind-, Biomasse- und Biogasbasis ein jährliches Unterstützungsvolumen von 17 Millionen Euro vorsieht, ist ein großer Wurf, aber in die falsche Richtung.

Norbert Hofer: "Mit den im Bereich von Ökostromanlagen über mehrere Jahre insgesamt verfügbaren Investitionen von 1,05 Milliarden Euro sollen rund 1.500 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Das Potential eines verstärkten Einsatzes erneuerbarer Energien liegt nach Expertenmeinung allerdings beim hundert- bis zweihundertfachen Wert. Genau dieser Unterschied ist auch jener zwischen den propagierten Zielen des Umweltministers und den von seiner Politik verursachten Realitäten."

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