BZÖ Grosz: Keine weiteren Lizenzen für das 'kleine Glückspiel'

Wildwuchs an Wettcafes eindämmen

Graz (OTS) - Anlässlich der jüngsten Medienberichte über die Manipulation an Spielautomaten durch die Automatenbetreiber und den dramatischen Anstieg an Spielsüchtigen fordert das steirische BZÖ die Behörden unverzüglich auf, keine weiteren Lizenzen für das 'kleine Glückspiel' an Betreiber zu vergeben, bis die Vorwürfe der Automatenmanipulation überprüft und geklärt sind.

"Solange die Behörden nicht in der Lage sind, diesen Vorwürfen nachzugehen und die Betreiber zu kontrollieren, weil sie sich einerseits gar nicht zuständig fühlt und andererseits keine Handhabe bei Missbrauch hättet, darf die Behörde keine weiteren Lizenzen mehr vergeben", so der steirische BZÖ-Chef und Generalsekretär Gerald Grosz. Laut Schätzungen seien bereits rund 15.000 Steirer spielsüchtig.

"Es darf nicht sein, dass Menschen abgezockt werden, die Zuständigen dabei zusehen und diese Abzocke mit ihrer Untätigkeit sogar noch unterstützen", so Grosz weiter. Der steirische Bündnischef verweist dabei auf die soziale Verantwortung der Stadt Graz. Mit 400 Wettcafes und 2300 Cafes gebe es in Graz bereits mehr als genug Möglichkeiten für dieses zweifelhafte Vergnügen. Grosz: "Der Wildwuchs dieser Spielcafes in den letzten Jahren ist mitverantwortlich für die Spielsucht vieler Menschen und damit verbundene Schulden."

Ein weiteres interessantes Detail sei, dass man neuerdings ohne zu spielen kein Getränk konsumieren könne. Dafür bekomme allerdings jeder Spieler, ein Getränk gratis. "Wir fordern einen sofortigen Stopp der Lizenzvergaben und entsprechende Aufklärung rund um die Vorwürfe der Automatenmanipulation", sagt Grosz abschließend. (Schluss) ms

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