Arge-ÄrztInnen: Das Gesundheitssystem zukunftsfähig zu machen

Angebot zur konstruktiven Zusammenarbeit

Wien (ÖGB) - "Um das österreichische Gesundheitssystem zukunftsfähig zu machen brauchen wir eine Diskussion über das Gesamtsystem und den Willen, Lösungen für bestehende Probleme konstruktiv anzugehen", sieht Dr. Sabine Oberhauser, Vorsitzende der Arge-ÄrztInnen im ÖGB, im Regierungsprogramm gute Chancen in den nächsten Jahren das österreichische Gesundheitssystem gemeinsam auf einen erfolgreichen Zukunftsweg zu bringen. Der neuen Gesundheitsministern Dr. Andrea Kdolsky, sie war jahrelang stellvertretende Vorsitzende der Arge-ÄrztInnen, bietet Oberhauser konstruktive Zusammenarbeit an.++++ .

"Notwendig ist ein Versorgungssystem nach einem Stufenplan. Von der Erstdiagnose vor Ort bis zur Behandlung in Zentren für Hochleistungsmedizin sowie Nachsorgeeinrichtungen in Wohnnähe und Rehabilitationszentren muss alles auch nach Erreichbarkeit und hohen Qualitätskriterien organisiert sein. Ein bestens organisiertes und durchdachtes Gesundheitswesen bietet die Chance auf qualifizierte Arbeitsplätze die finanzierbar sind und für die Beschäftigten ein leistungsgerechtes Einkommen. Arbeiten im Gesundheitswesen muss wieder attraktiv werden. Die Arbeitszeiten in den Krankenanstalten sind endlich den Bestimmungen des Krankenanstalten-Arbeitszeitgesetzes anzugleichen. Durch die geplante Arbeitszeitrichtlinie der EU darf es insbesondere im Bereich der Bewertung der Bereitschaftszeit, die in den Krankenanstalten zu verbringen ist, zu keiner Verschlechterung kommen", steht es im Forderungskatalog der Arge-ÄrztInnen und bietet "gemeinsam mit dem Regierungsprogramm eine gute Grundlage zur Zusammenarbeit", sagt Oberhauser.

Eine weitere Auswahl aus dem umfangreichen Forderungskatalog:

O Ausarbeitung von Grundlagen zur standardisierten Dokumentation
O Reduktion der Dokumentation auf das unbedingt notwendige Ausmaß
O Investitionen in die "elektronische Krankengeschichte"
O Einheitliche Ausbildungsstandards für TurnusärztInnen
O Entlastung der TurnusärztInnen von administrativen Tätigkeiten
O Verbesserung der Zusammenarbeit der unterschiedlichen Berufsgruppe am Krankenbett zum Wohle der PatientInnen
O Menschenwürdige Arbeitszeiten - 48 Stunden sind genug
O Gleicher Lohn für gleiche Arbeit - österreichweit angemessenen Grundgehälter - weg von der Finanzierung über inhumane Arbeitszeiten.(ff)

ÖGB, 19. Jänner 2007
Nr. 31

ÖGB-Bundeskongress vom 22. bis 24 Jänner 2007
im Austria Center Vienna
ÖGB-Neu: "Die menschliche Kraft"

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