Rundfunkgebühren: Schwarzseheranteil auf drei Prozent reduziert

58.389 zusätzliche Haushalte registriert, Gebührenbefreiungen rückläufig

Wien (OTS) - Die GIS Gebühren Info Service GmbH, die für die Einbringung der Rundfunkgebühren verantwortlich ist, konnte im Jahr 2006 den Schwarzseheranteil auf drei Prozent senken. Damit liegt Österreich deutlich unter dem europäischen Schnitt von ca. sieben Prozent. Ende 2006 waren 3.307.833 Teilnehmer registriert. Das bedeutet gegenüber 2005 eine Steigerung um 58.389 gemeldete Haushalte (2005: 3.249.444). Die Zahl der gebührenbefreiten Haushalte sank auf 321.117 (2005: 336.244).

Insgesamt verzeichnete die GIS 2006 ein Transaktionsvolumen von 668 Millionen Euro und realisierte damit für die Anspruchsberechtigten -66 Prozent ORF, 34 Prozent Bund und Länder - einen Mehrertrag von rund 24 Millionen Euro. Der Umsatz betrug 2006 knapp 35 Millionen Euro. Die GIS beschäftigt 193 Mitarbeiter/innen sowie 125 freiberufliche Außendienstmitarbeiter/innen und ist mit Service-Centern in Wien, Graz, Klagenfurt, Linz und Innsbruck vertreten.

Sissy Mayerhoffer, Kaufmännische Direktorin des ORF und Vorsitzende des Aufsichtsrats der GIS, zeigt sich über die positive Entwicklung sehr zufrieden: "Das Ergebnis beweist, dass die Entscheidung des ORF, das Rundfunk-Gebührenmanagement aktiv zu übernehmen, richtig war. Seit Anfang 2000 ist es der GIS gelungen, durch kontinuierliche und hervorragende Arbeit die Zahl der zahlenden Rundfunkteilnehmer - TV und Radio - um mehr als 15 Prozent zu steigern."

Rund zwei Drittel der von GIS eingenommenen Beträge erhält der ORF zur Erfüllung seines öffentlich-rechtlichen Auftrags.

Informationskampagnen senken Schwarzseheranteil

Ein zentrales Anliegen der GIS ist es, die Bevölkerung Österreichs über die Notwendigkeit der Rundfunkgebühren zu informieren. GIS-Geschäftsführer Ing. Jürgen Menedetter: "Dazu tragen regelmäßige Direct-Mail- und Informationskampagnen ebenso bei wie die persönliche Information durch die Kundenberater. Durch den schrittweisen Abgleich der Teilnehmerdaten mit den aktuellen Meldedaten kann die GIS künftig auch neu bezogene Wohnungen leichter lokalisieren und so den Bewohnern die Notwendigkeit einer Meldung mit Infobriefen nahe bringen." Durch diese Politik des Informierens statt Kontrollierens konnten seit dem Jahr 2000 mehr als 430.000 Neukunden gewonnen werden.

Besonders bei Ferienwohnungsbesitzern und Firmen wurden 2006 dank dieser Informationsarbeit Zuwächse erzielt.

Seit Jänner 2004 besteht für Ferienwohnungs- bzw. Hausbesitzer und auch für Saisonbetriebe die Möglichkeit, mit einer so genannten "eingeschränkten" und nutzungsabhängigen Meldung Rundfunkgebühren nur für die tatsächliche Nutzung, mindestens aber für vier Monate im Jahr, zu entrichten. Bisher mussten auch für Zweitwohnsitze das ganze Jahr Gebühren entrichtet werden. Mehr als 53.000 Ferienwohnungsbenutzer und Betreiber von Saisonbetrieben haben von dieser Möglichkeit bereits Gebrauch gemacht.

Auch die Anzahl der Kunden im Bereich Firmen, Institutionen, Vereine etc. konnte weiter gesteigert werden. 126.134 Teilnehmer waren per Jahresende 2006 registriert.

Gebührenbefreiungen rückläufig

Als beliehenes Unternehmen des Finanzministeriums ist die GIS auch für die Befreiung von der Zahlung der Rundfunkgebühren sowie für den Fernsprechentgeltzuschuss bei Telekom, Mobilkom, T-Mobile, One, Multikom und mmc zuständig.

Die Zahl der gebührenbefreiten Haushalte ging 2006 deutlich zurück. Waren im Jahr 2005 336.244 Haushalte von der Zahlung der Rundfunkgebühren befreit, sank diese Zahl 2006 auf 321.117 Haushalte. Den Fernsprechentgeltzuschuss erhielten knapp 294.000 Haushalte.

Trotz des niedrigen Schwarzseheranteils von drei Prozent erfordert die Mobilität österreichischer Haushalte aber, dass auch künftig jährlich rund 200.000 Neukunden realisiert werden, um die rund 140.000 Abmeldungen, die primär durch Wohnungswechsel begründet sind, auszugleichen. Österreichweit finden pro Jahr rund 350.000 Übersiedlungen statt.

Hinweis an die Redaktionen: GIS-Fotomaterial unter http://www.orf-gis.at abrufbar.

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