Beschäftigungsdauer der Transitsarbeitkräfte in Wiener social-profit Untenehmen stark gekürzt, neues Angebot an Arbeitstrainingsplätzen

Wien (OTS) - Der DSE-Wien warnt vor Qualitätseinbussen bei Betreuung und Integration von Transitarbeitskräften in den ersten Arbeitsmarkt durch Reduzierung der Beschäftigungsdauer von 12 auf 6 Monate.

Mit Jahresbeginn wurde vom AMS Wien die befristete Beschäftigung der Transitarbeitskräfte in den Wiener social-profit Unternehmen (sozialökonomische Betriebe, gemeinnützige Beschäftigungsprojekte, gemeinnützige Arbeitkräfteüberlassungen) halbiert. Für Menschen mit Behinderung bzw. Sucherkrankung von 12 auf 9 Monate reduziert. Die neu geschaffenen Arbeitstrainingsplätze zielen unter anderem auf die rasche Besetzung der offenen Transitstellen ab. Der DSE-Wien hat beim AMS-Wien und anderen arbeitsmarktpolitischen Institutionen deponiert, dass die Verkürzung der Beschäftigungsdauer von den Vereinsmitgliedern sehr problematisch gesehen wird. "Es benötigt bei Langzeitbeschäftigungslosen ausreichend Zeit, um eine nachhaltige Arbeitsmarktintegration zu realisieren", betont Heimo Rampetsreiter, DSE-Wien Vereinsvorsitzender, "bei Schulden, Wohnproblemen, Suchtproblemen oder mangelnder Qualifizierung ist das trotz aller Anstrengung in 6 bzw. 9 Monaten meist einfach nicht machbar. Da keine zusätzlichen Ressourcen für das neue Angebot von Arbeitstrainingsplätzen vom AMS zur Verfügung gestellt werden, sehen wir die Qualität der sozialpädagogischen und psychosozialen Betreuung stark gefährdet." Die fünf bis achtwöchigen Arbeitstrainingsplätze dienen als Vorbereitungsphase zur Abklärung der individuellen Problemlage und von Vermittlungshindernissen, zur Karriereplanerstellung oder als Vorbereitung auf ein Transitdienstverhältnis. Es wird versucht diesen Personen so rasch wie möglich einen Transitarbeitsplatz anzubieten. Aufgrund der großen Personenzahl ist aus Sicht der DSE-Wien Mitglieder ein erheblicher Mehraufwand für die social-profit Unternehmen prognostizierbar.

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