Neue "KÄRNTNER TAGESZEITUNG" - Kommentar: Fairness braucht das Land (von Gabi Russwurm-Biro)

Ausgabe 19. Jänner 2007

Klagenfurt (OTS) - Sechs Euro pro Stunde - das ist ein Betrag, den sich auch Kleinunternehmen leisten können. Und wenn man schon einmal dabei ist, Studenten um einen Hungerlohn ihre Studiengebühren abarbeiten zu lassen, warum also nicht gleich auch so!?
So weit haben wir es nun gebracht, dass eine Regierung, deren Handschrift in erster Linie fair und ausgleichend sein sollte, den Anstoß dazu gegeben hat, die Studierenden des Landes freizugeben für den Niedrigstlohnbereich. Ein roter Bundeskanzler hat (ungewollt) durch den Vorschlag des "Abarbeitens" von Studiengebühren jetzt nicht nur Ärger in den eigenen Parteireihen, er dient gleichzeitig als Ideenspender der Wirtschaftskammer. Ob das auch unter "soziale Hilfeleistungen" fällt, wenn man mit dem Ausnutzen jener jungen Menschen beginnt, die es durchs Studieren eigentlich "besser haben sollen"?
Die Zukunft unseres Landes liegt in den Händen der nächsten Generation. Österreich ist kein armes Land, die Aus- und Weiterbildung sollte unsere erste Pflicht sein - zur Absicherung des sozialen Standards. Zudem zählt der Faktor Bildung zu den wichtigsten Punkten des SPÖ-Parteiprogramms. Der Faktor Arbeit zählt beim Koalitionspartner zu den wichtigsten Punkten, nämlich dort, wo es gilt, ihn für die Wirtschaft zu entlasten. Das Land braucht neue Fairness!

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