Jank: Fünf Prozent mehr Lehrlinge in Wien im Jahr 2006!

Moderne Lehrberufe boomen - Gewerbe bleibt wichtigster Ausbildungssektor

Wien (OTS) - Als "eindeutiges Zeichen, dass der eingeschlagene Weg in Sachen Lehrlingsausbildung der richtige ist", wertet die Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien, Brigitte Jank, die aktuelle Bilanz der Lehrlingssituation in Wien. Mit Ende Dezember 2006 wurden 16.963 Lehrlinge in den Betrieben Wiens ausgebildet - ein Plus von 4,7% im Vergleich zu 2005. Wien ist damit nach Salzburg jenes Bundesland mit der größten Lehrlingszunahme. Noch deutlicher ge¬stiegen ist die Zahl der Lehranfänger: Mit 5840 Personen wurden 2006 um 8,3% mehr "Ein¬steiger" gezählt als noch 2005. Auch die Zahl der Wiener Lehrbetriebe hat sich im Vorjahr um erfreuliche 3,5% (141) auf 4530 erhöht.

Zudem haben 2006 auch mehr Betriebe als im Jahr davor um eine neue Ausbildungsberechtigung angesucht - allesamt deutliche Zeichen dafür, dass das Interesse der Wiener Wirtschaft an der Lehrlingsausbildung ungebrochen hoch ist. "Es macht sich bezahlt, dass Politik und Wirtschaft an einem Strang ziehen", resümiert Jank. Neben dem so genannten Blum-Bonus - der finanziellen Förderung neu geschaffener Lehrstellen - schlage hier auch die exzellente Arbeit der Wirt¬schafts¬kammer Wien zu Buche: "Die erfreuliche Entwicklung ist zu einem guten Teil sicher auch der intensiven Beratungstätigkeit unserer Lehrstellenberater zu verdanken", ist Jank überzeugt. Immerhin haben die WKW-Lehrstellenberater, die von Land Wien und Bund mitfinanziert werden, im Vorjahr aktiv an der Besetzung von rund 600 - zu einem Gutteil neu geschaffenen - Lehrstellen mitgewirkt. Das Matching zwischen Wirtschaft und Lehrstellenbewerbern konnte so eindeutig verbessert werden: Sowohl die Zahl der offenen Lehrstellen als auch die Zahl der Lehrstellen Suchenden lag Ende Dezember unter den Vorjahreswerten.

Moderne Berufe boomen

Nach wie vor ist das Gewerbe und Handwerk der wichtigste Träger der Lehrlingsausbildung: Mehr als 37 % aller Wiener Lehrlinge wird in diesem Sektor ausgebildet, über die Hälfte aller Ausbildungsbetriebe sind gewerbliche oder Handwerksunternehmen. Die größten Zuwächse verzeichnete 2006 allerdings der Sektor Information & Consulting (+14,71%) vor dem Banken- und Versicherungsbereich (+10,22%). "Mehr und mehr gelingt es uns, Jugendliche für nicht traditionelle Berufe zu begeistern", ist Jank erfreut. So registrierten 2006 besonders die Lehrberufe Mechatroniker (+32 %), Mediendesigner (+25%) und IT-bzw. EDV-Techniker (+19%) erhöhten Zulauf. Auch die kaufmännischen Berufe Versicherungskaufmann (+19%), Immobilienkaufmann (+16%) oder Rechtskanzleiassistent (+30%) werden für Jugendliche zunehmend interessant.

Durchwegs zugelegt haben die Lehrberufe im Tourismus, allen voran Systemgastronomiefachleute (+10,5%) und Restaurantfachleute (+8,5%). Aber auch "Klassiker" erfreuen sich ungebrochener Beliebtheit:
Signifikant gestiegen ist beispielsweise die Lehrlingszahl bei den Maurern (+35%), leichte Zuwächse gab es bei den Gas-Wasserleitungsinstallateuren (+3%). Insgesamt bietet die Wiener Wirtschaft derzeit rund 170 Lehrberufe an.

Fortsetzung des eingeschlagenen Weges in der Lehrlingsausbildung
Das vorliegende Programm der neuen Regierung lasse auf eine Fortsetzung der zuletzt so erfolgreichen Politik in Sachen Jugendausbildung schließen, meint Jank. "Maßnahmen wie die diskutierte Überarbeitung der Kündigungsrichtlinien für Lehrlinge sind ein überaus positives Signal für die Wirtschaft. Die Bereitschaft zur Lehrlingsausbildung könnte dadurch gesteigert werden", ist die Präsidentin sicher. Selbstverständlich intensiviert auch die Wirtschaftskammer Wien ihre Maßnahmen in Sachen Lehrlingsausbildung. Das Portfolio - von Lehrstellenberatungen über die bewährte Online-Lehrstellenbörse bis zur Gratis-Lernhilfe für lernschwache Lehrlinge am WIFI Wien - wird auch 2007 laufend aktualisiert, erweitert und ergänzt.

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