Greenpeace: Klimaschutz-Nachhilfe für Gusenbauer

Die sechs Euro pro Stunde werden Not leidender Tourismus-Wirtschaft gespendet

Wien (OTS) - Greenpeace bietet Bundeskanzler Alfred Gusenbauer bis Anfang März einen Zehner-Block an Nachhilfestunden in Sachen Klimaschutz an. Bis zum dann stattfindenden EU-Gipfel zu den Themen Energie und Klimaschutz muss er nämlich ausreichend informiert sein, um Österreich zum Klimaschutz-Vorreiter machen zu können.

"Wir sind gern bereit, Kanzler Gusenbauer Klimaschutz-Nachhilfe zu geben und ihn bei seinem Weg nach Brüssel zu unterstützen", sagt Greenpeace-Klimaexperte Erwin Mayer. Immerhin handle es sich um Gusenbauers ersten Auftritt bei einem europäischen Rat, der zudem gleich die beiden bestimmenden Themen Energie und Klimaschutz auf der Tagesordnung hat.

Greenpeace-Sprecher Mayer startet sein Angebot an den Kanzler mit einem kleinen Einstiegstest, um Gusenbauers aktuellen Wissensstand und somit seinen potenziellen Nachhilfe-Bedarf zu ermitteln:

1. Um wieviel muss Österreich seine Treibhausgase von jetzt an reduzieren, um das Kyoto-Ziel in der Periode 2008 bis 2012 noch zu erreichen? 2. Welche Maßnahmen schlagen Sie vor, um das zu gewährleisten? 3. Um wieviel müssen die EU und andere Industrienationen bis 2020 und bis 2050 ihre Treibhausgase reduzieren, um voraussichtlich unter zwei Grad Celsius Erwärmung (seit 1850) zu bleiben? 4. Was wird Österreich tun, um zu verhindern, dass die Klimaschutz- Ziele der EU zu einer Renaissance der Atomenergie in Europa führen? 5. Werden unverbindliche Ziele in der Regel eingehalten? Falls ja, nennen Sie bitte einige Beispiele dafür. Oder braucht es für den Klimaschutz und den Ausbau Erneuerbarer Energien verbindliche Ziele mit entsprechend rigiden Sanktionsmechanismen? 6. Sinkt, steigt oder stabilisiert sich der Anteil Erneuerbarer Energien am Primärenergie-Verbrauch Österreichs?

"Wäre Bundeskanzler Gusenbauer bereit, sechs Euro pro Stunde zu zahlen, würden wir den so zustande kommenden Gesamtbetrag gern an die durch den Klimawandel geschädigte Wintertourismus-Branche weiterleiten", beendet Erwin Mayer sein Angebot an den Bundeskanzler.

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Attila Cerman Greenpeace, 0664-3435354
Mag. Erwin Mayer, Greenpeace, 0664-2700441

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