NÖ Krankenhäuser kaufen verstärkt regional ein

Sobotka, Zwazl: Große Chance für kleine und mittlere Unternehmen

St. Pölten (NLK) - Das Volumen der NÖ Landeskliniken-Holding für Einkäufe in der Region soll erhöht werden. "Die Holding wird in Zukunft ihre Vergabeverfahren so gestalten, dass regionale Anbieter leichter daran teilnehmen können", betont dazu Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka. In Zukunft müssen interessierte Unternehmen nicht mehr für ganz Niederösterreich anbieten, sondern können ihre Leistungen auch nur für ein Krankenhaus offerieren. Mit diesem neuen Vergabesystem haben beispielsweise Bäckereien aus der Region den Zuschlag für die Versorgung in den Landeskrankenhäusern Donauregion Tulln-Gugging und Hainburg bekommen. Auch bei der Umstellung der EDV im Landesklinikum Hochegg ist ein regionaler IT-Anbieter zum Zug gekommen.

Das gesamte Einkaufsvolumen der Landeskliniken-Holding macht jährlich rund 310 Millionen Euro aus. Etwa 18 Millionen Euro betreffen Lebensmittel, in Instandhaltung und Wartung fließen 75 Millionen Euro, rund 30 Millionen Euro werden für Büro- und Gebrauchsartikel ausgegeben.

Für NÖ Wirtschaftskammer-Präsidentin Sonja Zwazl ist die neue Linie in der Beschaffungspolitik im heimischen Spitalswesen ein Meilenstein für die regionale Wirtschaft. Kleine und mittlere Betriebe seien die wichtigsten Motoren der Beschäftigung und des Wirtschaftswachstums im Land. Die Wirtschaft müsse allerdings noch kreativer werden und zum Beispiel verstärkt Arbeitsgemeinschaften bilden, um als gemeinsamer Anbieter noch erfolgreicher aufzutreten. Vor diesem Hintergrund hat die NÖ Wirtschaftskammer gemeinsam mit einer heimischen Anwaltskanzlei Musterausschreibungen erstellt, die öffentliche Auftraggeber im Vergabeprozess unterstützen. Ergänzend dazu gibt es verschiedene Arbeitshilfen zur vergaberechtskonformen Abwicklung von Ausschreibungen, die auch über die Homepage der Wirtschaftskammer abrufbar sind.

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