Neue "KÄRNTNER TAGESZEITUNG" - Kommentar: Nicht ein bisschen (von Ralf Mosser)

Ausgabe 18. Jänner 2007

Klagenfurt (OTS) - Kärnten liegt in der Einkommensstatistik an drittletzter Stelle im Bundesländer-Ranking. 34.200 Personen in unserem Bundesland sind Niedriglohnempfänger und rund 13.000 gehören zu den "working poor", zu jenen Menschen, die armutsgefährdet sind, obwohl sie einer Arbeit nachgehen. Ein Wirtschaftsreferent, dem Land und Leute nur ein bisschen am Herzen liegen, würde es als dringlichste Aufgabe ansehen, für eine Verbesserung der Einkommensverhältnisse zu sorgen.
Der Schuldenstand des Landes Kärnten hat einen Rekordhöchststand erreicht. Jeder Finanzreferent, dem Land und Leute nur ein bisschen am Herzen liegen, würde Tag und Nacht an Konzepten arbeiten, mit denen das Land die Ausgaben reduzieren könnte.
Diese lapidaren Aufgaben sind für den Kärntner Wirtschafts- und Finanzreferenten Jörg Haider allerdings zu wenig. Er möchte dem Land einen viel größeren Dienst erweisen. Er will es einsprachig halten. Dafür umgeht er den Rechtsstaat, dafür verrückt er Ortstafeln, dafür beruft seine Partei einen Sonderlandtag ein, dafür jettet er zu einer Pressekonferenz nach Wien, um dort klarzumachen, dass er es nicht zulassen wird, dass die Bundesregierung über Kärnten "drüberfährt". All das macht er ganz selbstlos und ohne politisches Kalkül - dem Mann liegen Land und Leute eben nicht ein bisschen am Herzen.

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