ÖSTERREICH: SPÖ-Bildungsverhandler Niessl weiterhin gegen Studiengebühren

"Burgenland sollte Vorbild für die Bundesregierung sein" - Zu Schüssel: "Das ist eine Provokation"

Wien (OTS) - Der burgenländische Landeshauptmann Hans Niessl spricht sich im ÖSTERREICH-Interview (Donnerstag-Ausgabe) weiterhin gegen die Studiengebühren aus. Er plädiert dafür, dass sich der Bund das Burgenland als Vorbild nimmt, wo keine Studiengebühren eingeführt wurden. Finanzierbar wäre das mit einer Abbestellung oder Reduktion der Eurofighter. Dass SP-Parteichef Alfred Gusenbauer höchstpersönlich Schulkindern Nachhilfe erteilen will, quittierte Niessl mit: "Das finde ich nett, aber es wird das Problem nicht lösen".

Wissenschaftsminister Johannes Hahn sei nun gefordert, rasch ein Modell zu entwickeln, damit im Herbst 2007 möglichst viele Studenten von den Gebühren befreit werden, meint Niessl im ÖSTERREICH-Intrerview. Alleinerziehende, Kinder aus einkommensschwache Familien und Mehrkindfamilien sollen keine Beiträge zahlen müssen.

Zur Aussage von VP-Klubobmann Wolfgang Schüssel, wonach alle Gebühren einer jährlichen Valorisierung unterliegen, meinte Niessl:
"Das ist eine Provokation und das wird es mit der SPÖ nicht geben, weil es ein ganz anderes Ziel gibt: Dass nämlich möglichst viele Studenten die Studiengebühr nicht bezahlen müssen".

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