ÖSTERREICH: Bawag-Eigentümer auf Konfrontation mit Bayern LB

Androsch: "Eine Refco-Beteiligung der Bayern wird vermutet."

Wien (OTS) - Zwischen den neuen Bawag-Eigentümern rund um den US-Fonds Cerberus und dem früheren Bawag-Großaktionär Bayerische Landesbank kündigt sich eine Konfrontation an. Die Cerberus-Gruppe will sich genau anschauen, wieviel die Bayern von den Karibik-Geschäften wussten und ob sie in die Refco-Affäre verwickelt waren. Hannes Androsch, künftiger Bawag-Gesellschafter und Cerberus-Berater, spricht in der Tageszeitung ÖSTERREICH erstmals das heißeste Thema an: "Es wird vermutet, dass die Hälfte des 27-Prozent-Anteils des ÖGB an Refco treuhänderisch für die Bayern LB gehalten wurde."

Wenn das stimmt, müssen sich die Manager in München auf eine harte Auseinandersetzung gefasst machen. "Dann ist die Frage, wieso die Bawag und indirekt der ÖGB den gesamten Refco-Vergleich bezahlen mussten", wird Androsch in ÖSTERREICH zitiert. Dann werde auch ein "asset recovery" ein Thema sein. Im Klartext: Die Bawag wird versuchen, einen Teil der Milliarde Euro für die Refco-Gläubiger von den Bayern zurückzukriegen. Androsch: "Jedenfalls wird das rechtlich zu prüfen sein." Bis 2004 war die BayernLB mit 46 Prozent an der Bawag beteiligte Bayern LB.

Laut Androsch sei in der gesamten Causa "noch sehr vieles aufklärungsbedürftig". Er rechnet damit, dass neue Zeugen-Aussagen im Bawag-Prozess noch mehr Licht in die Sache bringen.

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