ÖGB: Normalarbeitszeit bleibt weiterhin durch Kollektivvertrag geregelt

Leitender Sekretär Dr. Leutner stellt klar, dass Arbeitszeitflexibilisierung ausschließlich Sache der Kollektivvertragspartner ist

Wien (ÖGB) - Um Fehlinterpretationen zu dem heute im Ö1-Mittagsjournal gebrachten Beitrag zur Normalarbeitzeit vorzubeugen, stellt Dr. Richard Leutner, Leitender Sekretär im ÖGB, fest, dass es weder im Sozialpartnerpapier "Wachstum und Vollbeschäftigung" noch im Regierungsprogramm Festlegungen für eine Ausdehnung der Normalarbeitszeit gibt.++++

In beiden Programmen wird außer Streit gestellt, dass die Flexibilisierung der Arbeitszeit ausschließlich Sache der Kollektivvertragspartner ist. "Damit werden auch weiterhin die Überstundenzuschläge für die Beschäftigten durch den Kollektivvertrag geregelt und gesichert", so Leutner. 12 Stunden Tages- und 60 Stunden Wochenarbeitszeit gilt ausschließlich für das Höchstausmaß zulässiger Überstunden und darf nur mit Zustimmung des Betriebsrates bzw. durch Betreibsvereinbarung auf dieses Ausmaß ausgedehnt werden.

Diese Möglichkeit bestand schon bisher im Höchstausmaß von zwölf Wochen jährlich und wird nunmehr auf bis zu 24 Wochen jährlich ausgedehnt. "Die Grenzen der Normal-Arbeitszeit sind davon nicht betroffen, sie bleiben bei neun bzw. zehn Stunden durch Kollektivvertrag", so Leutner abschließend. (ew)

ÖGB, 17. Jänner 2007 Nr. 27

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