Sima: Klimaschutzmaßnahmen im Inland setzen

Reine Freikauf-Strategie ist zu wenig

Wien (OTS) - "Das ist ein mehr als schweres Erbe der
schwarz-orangen Koalition", reagierte die Wiener Umweltstadträtin Ulli Sima auf die heute präsentierte Klimabilanz 2005: "Österreich ist Lichtjahre vom Kyoto-Ziel entfernt und fällt im internationalen Vergleich immer weiter zurück. Die Auswirkungen des Klimawandels sind längst auch in Österreich zu spüren, Gegenmaßnahmen ein Gebot der Stunde." Dabei dürfe keinesfalls nur auf den Ankauf von CO2-Zertifikaten im Ausland gesetzt werden, betonte Sima: "Wir müssen in Österreich investieren, um klimaschädigende Emissionen einzusparen." Der im Regierungsprogramm festgeschriebene Energie- und Klimaschutzfonds im Umfang von 500 Millionen Euro sei dabei "ein Schritt in die richtige Richtung" so die Wiener Umweltstadträtin:
"Die Aktualisierung der nationalen Klimastrategie, über deren Umsetzung dann jährlich Berichte vorzulegen sein werden, ist aber noch überfällig. Sie muss jetzt rasch erarbeitet werden und darf keinesfalls ein bloßer Papiertiger bleiben."

"Global denken - lokal handeln" in Wien

Dass lokale Maßnahmen im Kampf gegen den Klimawandel möglich sind, zeigt die Stadt Wien seit 1999 mit den Wiener Klimaschutzprogramm KliP. So hat Wien mit der thermischen Wohnhaussanierung THEWOSAN in den vergangenen Jahren die Sanierung von mehr als 48.000 Wohnungen mit 156 Millionen Euro gefördert. Bei anderen Ökoförderungen nimmt Wien eine Vorreiterrolle ein, Wien hat etwa die beste Solarförderung Österreichs. Dazu kommen u.a. die Förderung von energie-effizienten Brennwertgeräten sowie der Ausbau des Fernwärmenetzes.

"Mit diesen Maßnahmen schafft es Wien, jährlich 2 Millionen Tonnen CO2 einzusparen", betont Sima, "und wir setzen weitere zukunftsweisende Vorhaben um." So investierte Wien in High-Tech-Umweltprojekte wie das weltgrößte Wald-Biomassekraftwerk, um das Klima weiter zu entlasten. Mit dem Biomassekraftwerk Simmering, das im Jahr 2006 in Betrieb ging, werden fossile Brennstoffe von rund 72.000 Tonnen Steinkohle oder 47.000 Tonnen Heizöl oder 40.000 Tonnen Erdgas eingespart. Das neue Kraftwerk bringt eine Reduktion von jährlich zusätzlichen 144.000 Tonnen CO2-Emissionen in Wien. "Wien setzt eine Vielzahl von Klimaschutzmaßnahmen in der Stadt, ganz im Sinne des Grundsatzes ,Global denken - lokal handeln´. Wenn wir das Kyoto-Ziel erreichen wollen, ist eine zusätzliche Unterstützung durch Maßnahmen des Bundes aber dringend notwendig", so Sima abschließend. (Schluss) wög

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