Kräuter: Verdacht auf politische Intervention zugunsten Eurofighter erhärtet

Bewertungskommission zu Ergebnis gezwungen? - Informeller Informationsaustausch zwischen Verteidigungsminister und Ausschuss notwendig

Wien (SK) - Als "sehr aufschlussreich" wertete der SPÖ-Fraktionsführer im Eurofighter-Untersuchungsausschuss, Günther Kräuter, den bisherigen Verlauf der heutigen Sitzung des Ausschusses. Kräuter sagte am Mittwoch, dass sich "der Verdacht auf politische Interventionen zugunsten des Eurofighter zunehmend erhärtet." Indirekt würden auch Fakten für die Ausstiegsverhandlungen geliefert. Kräuter schlug gegenüber dem SPÖ-Pressedienst vor, in den kommenden Tagen einen informellen Informationsaustausch zwischen Verteidigungsminister Norbert Darabos und den Fraktionsführern im Ausschuss, um dem Minister "die Brisanz der aktuellen Erkenntnisse im Ausschuss zu erläutern". ****

Der heute als Zeuge im Ausschuss befragte Karl Hofer, Mitglied in der Bewertungskommission des Verteidigungsministeriums, berichtete von einer "angespannten" und "sehr emotionalen" Stimmung in der entscheidenden Sitzung des Gremiums. "Es waren Emotionen, das kann man sich nicht vorstellen", beschrieb Hofer im Ausschuss dieses Treffen, das mehrmals unterbrochen wurde. Kräuter: "Es deutet vieles darauf hin, dass es zu Interventionen von Regierungsseite kam, um die grundsätzlich objektive Bewertungskommission zu einem bestimmten Ergebnis zu zwingen." (Schluss) js/mp

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0012