FPÖ setzt wenig Hoffung in Umweltminister Pröll

Hofer: "Pröll in Umweltfragen bisher nicht glaubwürdig"

Wien (OTS) - Alfred Gusenbauer träumte schon in der Sandkiste davon, Bundeskanzler zu werden. Ein bezeichnender Ort, ist sein Regierungsprogramm doch auf jenem Sand gebaut, den er seinen Wählern in den kommenden Jahren in die Augen streuen wird.

Neben einer Familienministerin, der Kinder auf die Nerven gehen und einem Verteidigungsminister, der den Dienst mit einer Waffe ablehnt, ragt auch der alte neue Umweltminister aus der illustren Regierungssandburg. Josef Pröll bestätigte in seiner heutigen Pressekonferenz die anlässlich der gestrigen Regierungserklärung zur Schau getragene Realitätsverweigerung.

Just jener Minister, der Tag ein Tag aus von Österreichs Beitrag zum Klimaschutz schwadroniert, zeichnet für einen Anstieg von CO2-Emissionen verantwortlich, der Österreich auf eine Stufe mit dem Oberklimasünder USA stellt. Just jener Minister, der das von ihm maßgeblich mit zu verantwortende Bauernsterben in Österreich als "verlangsamten Strukturwandel" verniedlicht, erklärt sich neuerlich zum Anwalt der Bauern.

FPÖ-Umweltsprecher Norbert Hofer: "Just jener Minister, der eine Brüsseler Pro-Gentechnik-Entscheidung nach der anderen unwidersprochen hinnimmt, erklärt sich unverdrossen zum Garanten eines gentechnikfreien Österreich. Die Dreifaltigkeit der Verhöhnung von Bauern, Konsumenten und Stromverbrauchern zu komplettieren, behauptet Josef Pröll zu schlechter Letzt, die Selbstversorgungsfähigkeit Österreichs in der Lebensmittel- und Energieversorgung sicherstellen zu wollen."

Den hohlen Worthülsen, die vollmundig volksnahe Ziele formulieren, stehen diametral gegenläufige Realitäten gegenüber - die Realitäten des Josef Pröll, eines Vollzugsgehilfen des EU-Diktats und des Ausverkaufs österreichischer Selbstversorgungs- und Selbstbestimmungsfähigkeit.

Österreich hat seit dem EU-Beitritt 1995 ein Drittel seiner Bauern verloren. Der Selbstversorgungsgrad mit landwirtschaftlichen Produkten, vor allem auf dem Obst-/Gemüsesektor, ist stark rückläufig. Die Abhängigkeiten von ausländischen Energie-Importen wurden nicht vermindert, sondern mutwillig, weil sehenden Ministerauges, verstärkt.

In sehende Wähleraugen Sand zu streuen beabsichtigen medial inszenierte Selbstbeweihräucherungen wie die in den vergangenen Tagen abgeführten. Immer mehr Wähler aber verspüren am eigenen Leibe, das schlichtweg nicht stimmt, was wider besseres ministeriales Wissen behauptet wird.

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