Sozialhilfe über finanzielle Unterstützung hinaus

Eberle: Bezirkshauptmannschaft bietet mit Familien-Coaching umfassende und professionelle Hilfe für alle Lebenslagen an

Salzburg (OTS) - 50 Prozent der Sozialhilfeempfängerinnen und -empfänger im Pinzgau benötigen neben der finanziellen Unterstützung zusätzliche Hilfen. Dies ermittelte die Pinzgauer Sozial-Sachbearbeiterin Mag. Maria Anna Huttegger in ihrer Diplomarbeit. "Es gibt neben der traditionellen Form der Familien verstärkt Alleinerzieher/innen mit Kindern, Patchwork-Familien aber auch kinderlose Familien, die sich um ihre Eltern oder Angehörigen kümmern. Besonders Alleinerzieher/innen mit Kindern benötigen mehr als finanzielle Hilfe. Im Falle einer Berufstätigkeit kommen - wenn Kinder vorhanden sind - die Probleme der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, insbesondere die Kinderbetreuung und die Organisation des Familienalltages, dazu. In jeder Familie muss es also einen Familienmanager geben, und hier fehlt es in einer verzweifelten Lage oft an Kraft, Wissen und Eigeninitiative", so Familienreferentin Landesrätin Doraja Eberle heute, Mittwoch, 17. Jänner, in einem gemeinsamen Informationsgespräch mit der Pinzgauer Bezirkshauptfrau Dr. Rosmarie Drexler, bei dem das Projekt "Coaching für Familien" vorgestellt wurde.

Zweijähriges Projekt "Coaching für Familien"

Die Bezirkshauptmannschaft Zell am See startet ab Jänner 2007 das Pilotprojekt "Coaching für Familien" für die Dauer von zwei Jahren. Zielgruppe dieses Projektes sind Familien, insbesondere Alleinerzieher/innen mit Kindern. Gemeinsam mit Expertinnen und Experten der Bezirkshauptmannschaft erkennen und definieren dabei die Sozialhilfeklientinnen und -klienten ihren Hilfebedarf in den erweiterten Lebensbereichen Finanzielles, Wohnen, Kinderbetreuung, Arbeit, Gewalt, Behinderungen, medizinische Versorgung, Netzwerkarbeit. Anschließend werden in einem verbindlichen Hilfeplan kurz-, mittel- und langfristige Ziele formuliert. Dieser Hilfeplan wird von der Bezirkshauptmannschaft Zell am See unter Einbeziehung lokaler Netzwerke und Akteure wie Arbeitsmarktservice, Gebietskrankenkasse und Sozialmedizinischer Dienst umgesetzt. Diese strukturierte Hilfeplanung soll auf die gesamte Lebenssituation der Zielgruppe positiv Einfluss nehmen, im Zentrum steht die Hilfe zur Selbsthilfe.

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