Kogler: BMLV hat Eurofighter-Untersuchungsausschuss brisante Akten vorenthalten

Differenz von 1 Milliarde unter den Teppich gekehrt - Betriebskosten des Eurofighters mehr als doppelt so hoch als jene des Gripen

Wien (OTS) - "Das Bundesministerium für Landesverteidigung hat
dem Eurofighter-Untersuchungsausschuss brisante Unterlagen zu den Betriebskosten und life cycle costs vorenthalten", kritisiert der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Eurofighter-Untersuchungsausschuss, Werner Kogler.
"Ein Verdacht ist schon in der letzten Sitzung auf Grund von Querverweisen in anderen Akten aufgetaucht. Das BMLV wurde daraufhin aufgefordert, fehlende Unterlagen nachzureichen", so Kogler.
Heute legte Ministerialrat Hofer dem Untersuchungsausschuss eine Aufstellung des Ministeriums über die life cycle costs vor. Demzufolge verursacht der Gripen zusätzliche Kosten von 37,3 Millionen Euro pro Jahr (1,12 Milliarden Euro in 30 Jahren). Dem gegenüber der Eurofighter: 71,5 Millionen Euro pro Jahr (2,15 Milliarden Euro über die Lebensdauer).
"Das ist ein erheblicher Unterschied. Eurofighter ist damit im Betrieb um mindestens mehr als eine Milliarde Euro teurer als Gripen. Umso mehr ist zu klären, warum die Betriebskosten von den politischen Entscheidungsträgern unter den Teppich gekehrt wurden", so Kogler. Der Vorsitzende des Eurofighter-Untersuchungsausschusses, Peter Pilz, wird jetzt von BM Darabos die Nachlieferung der zurückgehaltenen Dokumente fordern.

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