Trunk: Neue Regierung gibt Wirtschaftsbereich Tourismus jene Bedeutung, der ihm zukommt

Wien (SK) - "Es ist mir ein Bedürfnis - ganz im Sinne dessen, was ich mir unter Kontinuität von Kompetenz vorstelle - heute in meiner ersten Rede als SPÖ-Sprecherin für die Bereiche Tourismus- und Freizeitwirtschaft, zuerst ein Danke zu sagen, an meinen Vorgänger Dietmar Hoscher in dieser Funktion. Er war es, der mit uns - den SPÖ-Abgeordneten aus den Bereichen Wirtschaft und Budget- ein konzeptives zukunftsorientiertes Programm erarbeitet hat, das Grundlage für das Regierungsprogramm ist. Ihm und uns ist es gelungen, einen eigenen Tourismusausschuss zu implementieren, den es in den vorigen Regierungsperioden nicht gab", sagte SPÖ-Tourismussprecherin, die Kärntner SPÖ-Abgeordnete Melitta Trunk im Rahmen einer Debatte zur Regierungserklärung im Nationalrat. ****

Damit werde diesem Wirtschaftsbereich und den dort unternehmerisch Tätigen und Beschäftigten jene Bedeutung in der neuen Regierungs- und Parlamentsarbeit gegeben, der ihm zusteht. Als einer der wenigen Wirtschaftssektoren prosperiere dieser Sektor trotz Verlangsamung bzw. Stagnation der Gesamtwirtschaft kontinuierlich, so Trunk.

Der Tourismus- und Freizeitwirtschaft werden für die nächsten Jahre hohe Zukunftschancen vorhergesagt, dabei hat die Politik die Verantwortung für ideale Rahmenbedingungen für Forderung von Innovation und für chancengerechte, finanzielle Förderung nach neuen adäquaten Kriterien, unterstrich Trunk.

Österreich werde jährlich von über 28 Millionen erholungssuchende Gästen besucht. Österreich stehe bei den Tourismuseinnahmen pro Kopf der Wohnbevölkerung weltweit an der Spitze. EU-weit werden im Umfeld des Tourismus in den nächsten zehn Jahren - vor allem in kleinen und mittleren Unternehmen - voraussichtlich zwei Millionen neue Arbeitsplätze entstehen, so Trunk.

"Und das sage ich auch als Abgeordnete aus einem Bundesland, das seinerzeit eines der touristischen Aushängeschilder österreichweit war. Seit geraumer Zeit aber vor allem durch Negativschlagzeilen und Chaos in der Tourismuspolitik auffällt und wirtschaftlich anderen Regionen hinterher hinkt. Dieser Fehlentwicklung in der Kärntner Tourismuspolitik steht aber nach wie vor alles gegenüber was für eine positive Entwicklung ideal ist: Eine intakte Umwelt mit Bergen, Seen, Wasser, Naturlandschaft und Menschen - sowohl Unternehmer als auch Arbeitnehmer - die ein Anrecht auf Neupositionierung und Chancengerechtigkeit im weltweiten Markt haben", sagte Trunk.

"Uns SozialdemokratInnen ist es wichtig, das die Gestaltung der Freizeit und die leistbare Inanspruchnahme von Freizeiteinrichtungen auch und vor allem durch die Österreicher als wesentlicher Faktor der Tourismuswirtschaft beachtet wird", so Trunk.

"Uns SozialdemokratInnen ist es wichtig, ein nachhaltiges Förderprogramm für die Tourismus- und Freizeitwirtschaft umzusetzen, wobei die Förderrichtlinien eine neue Qualität in Hinblick auf Innovation, auf die Beschäftigungswirkung und das Setzen von Wachstumsimpulsen erlangen müssen. Und auch diese Neuorientierung der Förderpolitik steht, mit sozialdemokratischer Handschrift, im Regierungsprogramm", so Trunk.

Der Frauenanteil im Tourismus in Führungspositionen ebenso wie bei den Arbeitnehmerinnen sei vergleichsweise hoch. Hier seien die frauenpolitischen sowie familienpolitischen Maßnahmen für die Zukunft der dort beschäftigten Frauen entscheidend. Dieses Beispiel sei ein Beleg dafür, dass Tourismuspolitik sowohl einen Kernbereich hat als auch Querschnittsmaterie ist, so Trunk.

Um die Tourismus- und Freizeitwirtschaft neu und zukunftsorientiert im Sinne des qualitätvollen Ganzjahrestourismus zu positionieren, bedarf es nachhaltiger Maßnahmen wie: die Errichtung von Modellregionen; die Erhöhung der Tourismusförderung insbesondere über Ausweitung von Garantien und Risikokapitalfonds; Sonderförderprogramme für Tourismusschulen; Erleichterungen bei Betriebsübergaben sowohl durch den Abbau bürokratischer Hemmnisse als auch durch einen
erweiterten Mieterschutz, der insbesondere für Klein- und Mittelbetriebe in der Gastronomie ein essentielles Element darstellt, so Trunk.

Dazu gehöre natürlich auch die entsprechende Infrastruktur im Bereich der Bildung und Ausbildung ebenso wie im Bereich des Verkehrs und der Kultur. Denn gerade die Kultur stelle ein wichtiges Element der Tourismus- und Freizeitwirtschaft dar, weil traditionelle ebenso wie zeitgenössische Kunst singuläre Identifikationszertifikate der Republik Österreich darstellen.
Dieses Kapital stelle die Chance dar, den Kultur-Tourismus im städtischen Bereich aber auch in ländlichen Regionen auszuweiten, wo Angebot, Bereitschaft und Engagement vorhanden sind, so Trunk.

"Tourismus braucht Engagement, Kreativität, Vernetzung und faire Chancen im nationalen und internationalen Wettbewerb. Tourismus braucht Kooperation über Regionen und Parteigrenzen hinweg. Diese Qualität der politischen Arbeit biete ich sowohl dem zuständigen Minister als auch meinen Kolleginnen und Kollegen im Nationalrat sowie den im Tourismus Tätigen und Verantwortung Tragenden in den österreichischen Bundesländern an", schloss Trunk. (Schluss) ns/mp

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