Aktionsgemenschaft Graz: Demonstration gegen Gusenbauer und Studiengebühren

Wien (OTS) - Heute Nachmittag gehen die Studierenden der vier
Grazer Universitäten auf die Straße, um ihrem Ärger über Bundeskanzler Dr. Gusenbauer und sein gebrochenes Versprechen, die Studiengebühren abzuschaffen, Luft zu machen.

"Als Exekutivfraktion an der Österreichischen HochschülerInnenschaft der Karl-Franzens-Universität Graz unterstützen wir selbstverständlich die Studierenden in Ihrem Bestreben, Dampf abzulassen und bei der von den vier Grazer ÖHs initiierten Veranstaltung zu demonstrieren!" lädt Julia Kapl, Obfrau der AktionsGeinschaft Graz alle Studierenden ein, dabei zu sein.

"Allerdings ist es wohl keine allzu große Überraschung gewesen, dass dieses SPÖ-Wahlversprechen gebrochen worden ist. Doch das Modell der 60 Stunden gemeinnütziger Arbeit als Verbesserung der Situation der Studierenden zu verkaufen, ist eine Verhöhnung der zukünftigen AkademikerInnen Österreichs. Die Möglichkeit, sich durch Arbeit das Geld für die Studiengebühren zu verdienen, ist nun wirklich keine Erfindung des Dr. Gusenbauer. Immerhin ist eine große Zahl der Studierenden nebenbei berufstätig, um sich ihre Ausbildung leisten zu können." kritisiert Kapl die Heucheleien des Bundeskanzlers.

"Nach den Kundgebungen der letzten Tage und der heutigen Großdemonstration ist es allerdings auch rasch erforderlich, sich der Situation zu stellen und am Verhandlungstisch das Beste für die Studierenden herauszuholen." ergänzt Karl Braunschmid, Stv. Obmann der AG Graz. Die AktionsGemeinschaft Graz stellt daher folgende Forderungen an die neue Bundesregierung: Befreiung von Studiengebühren für Behinderte und Studierende mit Kindern, da diesen Personen eine zusätzliche Arbeitsbelastung von 60 Stunden nicht zumutbar ist. Weiters eine Aufstockung der Uni-Budgets um 25 % um mehr Stellen für AssistentInnen und ProfessorInnen zu schaffen, damit das Betreuungsverhältnis der Studierenden verbessert werden kann. Außerdem muss es im Bereich der Familienbeihilfe mehr Toleranzsemester für berufstätige Studierende geben.

"Die versprochene Bildungsoffensive muss umgesetzt werden. Es bleibt zu hoffen, dass die rot-grüne Bundes-ÖH aus der Geiselhaft der Löwelstraße erwacht und mehr zustande bringt, als fahnenschwingend gegen ihr einstiges Vorbild zu wettern. Die AktionsGemeinschaft wird jedenfalls den Weg zu Verhandlungen mit den Politikern suchen." schließt Kapl.

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AktionsGemeinschaft Graz
Karl Braunschmid, Stv. Obmann
Mobil: 0650 / 527 527 2
email: karl.braunschmid@ag-graz.org

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