Darmann für ein Modell eines sozialen Studiensystems mit Leistungsanreizen

"Bedenklich, wie die SPÖ mit den eigenen Studenten umgeht"

Wien (OTS) - "Es sei äußerst bedenklich, wie die SPÖ mit den eigenen Studenten umgeht", kritisierte heute der BZÖ-Wissenschaftssprecher Gernot Darmann in seinem Debattenbeitrag.

Mit dem völlig unausgegorenen Ansatz, sich von der Entrichtung der Studiengebühren frei zu kaufen, bzw. frei zu dienen, werde der Entstehung einer Zwei-Klassengesellschaft unter den Studierenden Vorschub geleistet. "Finanziell privilegierte Studenten werden sich die Gebühren leisten und andere werden sich diese bei einem Hungerlohn von sechs Euro im Sozialbereich erst verdienen müssen. Jeder Werksstudent verdient heute mehr, daher frage ich mich schon, wo ist hier ein Anreiz für dieses System, wenn es sich nicht einmal ökonomisch rentiert", meinte Darmann.

Sollte ein Student während seiner Studienzeit einer beruflichen Tätigkeit nachgehen müssen, sollte er dies für ein angemessenes Entgelt tun und im besten Fall für eine nützliche Tätigkeit im inhaltlichen Bereich seines Studienzweiges ausüben können, forderte Darmann.

"Ein fairer Lösungsansatz für jene, die sich die Studiengebühren nicht leisten können, wäre das Modell der leistungsbezogenen Studienbeiträge voranzutreiben. Das wäre ein Modell eines sozialen Studiensystems mit Leistungsanreizen. Diesem Modell zu Grunde liegend, sind die Universitäten verpflichtet, ihre Studien so zu organisieren - also für genügend Praktikums- und Laborplätze zu sorgen - damit für jeden Studierenden ein schnelles und zügiges Durchlaufen des Studienplanes gewährleistet wird", erklärte Darmann.

"Nur unter diesen Voraussetzungen könnten leistungsbezogene Studiengebühren einen zusätzlichen Anreiz bieten. Die Studiengebühren werden, unabhängig vom Einkommen der Eltern, an eine pro Semester zu erbringende Mindeststundenanzahl gekoppelt. Bei Unterschreitung der geforderten Leistung müßten die Studiengebühren vom Studierenden selbst aufgebracht werden, bei Überschreitung wird sie nicht nur Erlassen, sondern kann zusätzlich durch eine Sonderleistungsprämie zum Beispiel bei einem Notendurchschnitt von 1,5 belohnt werden", erklärte Darmann.

Rückfragen & Kontakt:

Pressereferat Parlamentsklub des BZÖ

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | BZC0010