Bures: Eine neue Ära in der Frauenpolitik beginnen

"Chancengleichheit ist das Recht der Frauen!"

Wien (SK) - *****SPERRFRIST: 18.30 Uhr*****

Einen Kurswechsel in der Frauenpolitik will die neue Frauenministerin Doris Bures einleiten, das machte sie in ihrer Rede am Dienstag in der Debatte zur Regierungserklärung im Parlament deutlich. Bures kündigte an, eine "starke Stimme für die Frauen" sein zu wollen. Ihr Ziel: Die tatsächliche Chancengleichheit in der Gesellschaft. "Das ist keine Gnade und kein Privileg, das ist das Recht der Frauen!". ****

Als wichtigen Punkt im Regierungsprogramm hob Bures die Maßnahmen zur Bekämpfung der Armut hervor. Dass Frauen überproportional von Armut betroffen seien, sei "kein Naturgesetz"; dagegen könne man etwas tun. Und Bures verwies auf die Mindestsicherung, die Anhebung der Mindestpension und den angepeilten Generalkollektivvertrag von 1.000 Euro als Maßnahmenpaket, von dem vor allem Frauen profitieren werden. Damit soll auch die Einkommensschere ein Stück geschlossen werden. Qualifizierungsmaßnahmen für Frauen und Unterstützung von Mädchen bei der Berufswahl sollen ebenfalls verstärkt zum Einsatz kommen.

"Angebote für die Familien, damit sie so leben können, wie sie es für sich am besten halten" - das ist ein weiteres Vorhaben der Frauenministerin. Deshalb gehe es ihr um die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Kinderbetreuung müsse an die Bedürfnisse von Eltern und Kindern angepasst werden, Väter sollen eine "ehrliche Chance" bekommen, ihre Kinder gerade auch in den ersten Lebensmonaten zu begleiten. Das flexible Kindergeld - 36 Monate Kindergeld von 436 Euro oder für 18 Monate 800 Euro - ist für Bures ein großer Schritt in diese Richtung. "Für diese Verbesserung habe ich in den Regierungsverhandlungen hart, aber erfolgreich gerungen."

Den Kampf gegen Gewalt an Frauen nannte Bures als drittes Hauptziel ihrer Politik. Hier müsse gelten: "Null Toleranz bei Gewalt an Frauen." Interventionsstellen und Notwohnungen und der Opferschutz sollen ausgebaut werden. Hier sieht Bures auch in Justizministerin Maria Berger eine "starke Verbündete".

Bures sieht jedenfalls gute Voraussetzungen, dass es künftig mehr Chancengleichheit und Fairness für Frauen gibt. "So sind wir viele Frauen in der Regierung - das allein ist zwar noch kein Programm, aber ein guter Beginn. Aber wir haben auch ein gutes Arbeitsprogramm, das ich nun mit Leben füllen werde." (Schluss) ah

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