Schmied: Bildung ist der Schlüssel zu den Aufgaben am Beginn des neuen Jahrhunderts

Kunst kann zu einem Land der Fairness und Menschlichkeit beitragen

Wien (SK) - *****SPERRFRIST: 19.30 Uhr*****

"Bildung baut die Fundamente für das Leben von Menschen. Bildung -ergänzt um Ausbildung und Weiterbildung - ist der Schlüssel zu den Aufgaben, die sich uns hier in Europa am Beginn eines neuen Jahrhunderts stellen", erklärte Bildungs- und Kunstministerin Claudia Schmied am Dienstag im Nationalrat bei der Regierungserklärung. Es sei die Aufgabe der Politik, die Bedeutung der Bildung möglichst vielen Menschen nachhaltig vor Augen zu führen, in diese Richtung werden auch die ersten Projekte gehen. Die Verknüpfung von Bildung mit Kunst und Kultur in einem Ministerium werde beitragen, das Blickfeld zu erweitern. "Zu den für mich schrecklichen Vorstellungen zählt jene einer Gesellschaft oder eines Staates ohne Kultur. Es wäre wohl ein Ort der Grobheit und der Unmenschlichkeit. Ich aber will ein Land der Fairness und Menschlichkeit", so Schmied. ****

Sie sei von der Bedeutung und von dem Stellenwert von Bildung und Kultur für das Land absolut überzeugt, erklärte die Bildungsministerin. Um sich im Feld der weltweiten Konkurrenz von Leistungen erfolgreich entwickeln zu können, bedürfe es eines hohen Stellenwertes, den Bildung im Denken der Bürgerinnen und Bürger einnehme. Als erste Projekte nannte Schmied die Vorschule im Kindergarten, die Senkung der Klassenschülerhöchstzahl, die Ganztagsschule und Ganztagsbetreuung sowie die "gemeinsame Schule der Vielfalt".
"Bildungsprozesse sind oft lange, kostspielige, manchmal mühsame Wege. In ständiger Selbstprüfung gilt es, immer wieder Antworten auf die Frage zu finden, welcher Weg im eigenen Leben nach Neigungen und Talenten, aber auch Begrenzungen und Schwächen, als ein sinnvoller und sinnstiftender angestrebt werden soll. An dieser vornehmen Aufgabe der Bildung, des Lernens, arbeiten Millionen von Menschen in diesem Land: Jeden Tag und oft mit totalem Einsatz und großen Opfern", führte Schmied aus. Ihre Aufmerksamkeit und Achtung gelte jenen, die hier involviert sind. "Den Schülerinnen und Schülern, ihren Lehrerinnen und Lehrern, den SchulleiterInnen, ihrer Standesvertretung, den Eltern, den oft allein erziehenden Müttern und auch den Großeltern."

"Ich verspreche vor allem den Eltern, dass ich mein ganzes Engagement aufbieten werde, mich in ihre Lage hineinzuversetzen, zuzuhören, ihre Anliegen zu verstehen, so gut ich es vermag", versicherte Schmied. Ohne beseelte Zusammenarbeit aller Beteiligten könne es kein gelungenes Bildungssystem geben, keinen neuen Kurs in der Bildungspolitik. Deshalb lud Schmied alle zu einer lebendigen Zusammenarbeit ein. "Im Mittelpunkt muss dabei der einzelne Mensch stehen." Ihr sei klar, dass Investitionen in Bildung teuer seien. "Aber es führt kein Weg daran vorbei. Noch viel teurer wäre es für unser Land, hier keinen Investitionsschwerpunkt zu sehen."

Politik muss Künstlerinnen und Künstlern verpflichtet sein

"Kunst ist ein Grundnahrungsmittel für unseren Geist und unsere Seele. Sie dient uns als Trost, als Anregung, als Anstoß, als Reibebaum, als Ermutigung und auch als Schule des Widerspruchs. Die Kunst kann heilen und irritieren", ging Schmied auf den zweiten großen Bereich ihres Ressorts ein. Die Politik müsse dem großen kulturellen Erbe dieses Landes verpflichtet sein und es lebendig erhalten. Jene, die Kunst in ihren unzähligen Zwischentönen herstellen, sie phantastisch erfinden und weiterentwickeln, würden zu Recht auch von der Politik, und gerade von der Kulturministerin, Formen der Ermutigung und des Dialoges erwarten.

"Die österreichische Politik muss den Künstlerinnen und Künstlern verpflichtet sein. Die Künstlerinnen und Künstler sind in meiner Vorstellung nichts und niemandem verpflichtet, außer hoher und höchster Qualität. Ich werde mich von Herzen bemühen, diese meine Einstellung als Ministerin für Kunst in Taten umzusetzen", so Schmied, die die Überprüfung und Reparatur der Künstlersozialversicherung, die Stärkung der kulturellen Partizipation, die besondere Beachtung der zeitgenössischen Kultur und den Dialog mit den Kunstschaffenden nannte.

Abschließend stellte Schmied fest: "All jene, die mich näher kennen, wissen, dass mein Herz für die Bildung und Kultur schlägt. Sie finden in mir eine begeisterungsfähige Partnerin und, wenn nötig, eine harte Kämpferin." (Schluss) js

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