Hofer: Umweltminister Pröll und sein "gentechnikfreies Österreich"

FPÖ fordert Maßnahmen zugunsten Umwelt und Energieautonomie

Wien (OTS) - "Weiterkämpfen für ein gentechnikfreies Österreich" -Umweltminister Josef Pröll behauptet, dies in dieser Legislaturperiode tun zu wollen. Es darf aber nicht vergessen werden, dass sich die EU-Landwirtschaftsminister erst kürzlich auf eine neue Bio-Verordnung geeinigt haben, die gentechnische Verunreinigungen in Bio-Lebensmitteln künftig in sehr viel höherem Umfang duldet. Konkret erlaubt die neue Verordnung den bislang nur für Verunreinigungen im konventionellen Anbau gültigen Grenzwert von 0,9 Prozent. Das ist eine Verneunfachung gegenüber dem bisher in Österreich festgeschriebenen Grenzwert von 0,1 Prozent für Bio-Produkte.

FPÖ-Umweltsprecher NAbg. Norbert Hofer: "Diese Unterwanderung der Lebensmittelsicherheit dient ausnahmslos den Interessen der Gen-Industrie. Der Wahlfreiheit des Konsumenten ist sie im höchsten Maße abträglich. Wo genmodifiziertes Saatgut freigesetzt wird, sind Auskreuzungen durch Windverwehung, Pollenflug oder Bestäubung unvermeidbar. Wenn sich der Umweltminister wirklich für ein gentechnikfreies Österreich einsetzen will, dann sollte er dies endlich einmal tun."

Das Regierungsprogramm von Rot und Schwarz enthält im Bereich Umwelt und Energie aber noch weitere - zumindest scheinbar - engagierte Pläne. Die neue Bundesregierung gibt zum Beispiel an, die Weichen in Richtung Energieautonomie stellen zu wollen. Die Abhängigkeiten von Energieimporten sollen aber nicht durch erhöhte Anstrengungen zur Nutzung heimischer Ressourcen sondern lediglich durch eine Verteilung der Abhängigkeiten abgebaut werden. Dazu soll vor allem der Bau der so genannten Nabucco-Gaspipeline, welcher von der FPÖ heftig kritisiert wird, dienen.

Hofer: "Diese Pipeline wird die Abhängigkeit von Drittstaaten weiter erhöhen, anstatt sie zu reduzieren. Wir müssen nun die in Österreich reichlich vorhandenen Ressourcen nutzen und den Startschuss für das Projekt eines energieautonomen Österreich geben. Österreich hat das große Glück, nicht nur auf Wind- und Sonnenenergie, sondern auch auf Wasserkraft und Biomasse zurückgreifen zu können. Energieautonomie ist das Gebot der Stunde."

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