Schüssel begehrt Gegendarstellung von "Österreich"

Wien (ÖVP-PK) - Die Anwaltskanzlei Brandstetter, Pritz und Partner hat heute, Dienstag, der Tageszeitung "Österreich" im Auftrag von ÖVP-Klubobmann Dr. Wolfgang Schüssel folgendes Gegendarstellungs-Begehren übermittelt: ****

"Ich habe die Vertretung des Herrn Bundeskanzler a.D. Klubobmann Dr. Wolfgang Schüssel übernommen. Sie haben am 14.1. 2007 in Ihrer Zeitung in einem nicht namentlich gezeichneten Artikel meinem Mandanten Aussagen unterstellt, die frei erfunden sind und nicht zu seinem Sprachschatz gehören. Durch Anführungszeichen wird der irreführende Eindruck erweckt, dass dies wörtliche Zitate seien. Mein Mandant ist nicht gewillt, dies unwidersprochen zur Kenntnis zu nehmen. Daher begehre ich im Namen und Auftrag meines Mandanten von Ihnen die form- und fristgerechte Veröffentlichung (Paragraph 13 MedG) nachstehender

GEGENDARSTELLUNG:

Sie schreiben in Ihrer Sonntagsausgabe vom 14.1.2007 im Artikel "Der Mann der Woche" betreffend Bundeskanzler Alfred Gusenbauer auf Seite 10 über die Koalitionsverhandlungen im Übertitel: Schüssels Devise:
"Zieht dem Alfred die Hosen aus ..." und im Text: Auf der anderen Seite der eiskalt taktierende Asketen-Kanzler Schüssel ... nur mit einem Ziel beseelt: Rache! "Ich werde ihn demütigen", hatte Schüssel Mitte Oktober im kleinen Kreis gesagt. Sein Ziel war Gusi vorzuführen ... dieser sollte am Ende der Verhandlungen ohne Hosen dastehen. "Er darf kein einziges Wahlversprechen durchbringen", gab Schüssel seinen Verhandlern als Ziel mit auf den Weg.

Die darin enthaltenen Tatsachenmitteilungen sind unrichtig. Der damalige Bundeskanzler Dr. Schüssel ist weder mit der Absicht, Rache an Dr. Gusenbauer zu nehmen, in die Verhandlungen gegangen, noch wollte er ihn demütigen, noch hat er eine solche Äußerung Mitte Oktober oder wann immer getätigt.

Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel hat weder die Devise ausgegeben "Zieht dem Alfred die Hosen aus" noch "Er darf kein einziges Wahlversprechen durchbringen" noch sollte dieser am Ende der Verhandlungen ohne Hosen dastehen. Bundeskanzler Dr. Schüssel hat auch keine dieser Äußerungen getätigt oder solche Anweisungen an sein Verhandlungsteam erteilt.

Ziel der von Bundeskanzler Dr. Schüssel und seinem Verhandlungsteam mit Dr. Gusenbauer und seinem Team geführten Verhandlungen sollte sein, dass die Errungenschaften, die die Bundesregierung unter Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel in Österreich eingeführt hat, nicht beseitigt, sondern erhalten und nach Möglichkeit ausgebaut werden.
Mit freundlichen Grüßen
(Dr. Ulrich Brandstetter)"
(Schluss)

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