Frauen auf dem Arbeitsmarkt in Oberösterreich:

Mit FEM-Implacement ausgetretene Pfade verlassen und Verdienstchancen verbessern

Linz (OTS) - Nachfrage nach Fachkräften nimmt besonders in Oberösterreich zu - AMS OÖ fördert 2007 Fachausbildungen für Jugendliche, Frauen und Personen mit Migrationshintergrund -FEM-Implacement eröffnet Frauen neue Berufs- und bessere Verdienstchancen

Arbeitsmarktentwicklung in OÖ erfreulich positiv

Die Zahl der unselbstständig Beschäftigten in Oberösterreich stieg 2006 im Vergleich zum Vorjahr von 565.900 auf 576.900 (+1,9 %). Zugleich sank die Zahl der Arbeitslosen um 8,3 % von 28.000 auf 25.700. Auch unter Einbeziehung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an AMS-Schulungen - im Jahresschnitt 8900 - sank die Zahl aller Beschäftigungslosen in OÖ um 1200.

2006 haben 83.400 Personen aus der Beschäftigungslosigkeit eine Arbeit aufgenommen. Gegenüber 2005 bedeutet dies ein Plus von 3100 Personen. Der prozentuelle Anstieg war bei den Männern (+2000 Personen bzw. +4 %) geringfügig höher als bei den Frauen (+1100 bzw. +3,6 %).

Nachfrage nach Fachkräften in OÖ besonders kräftig

Von 2005 auf 2006 stieg die Zahl der vom AMS OÖ akquirierten offenen Stellen von 57.400 auf 65.700 an (+14,5 %). Mit +19,4 % stieg die Zahl der qualifizierten Stellen (mindestens Lehrabschluss) besonders stark (von 28.400 auf 33.900). Im Vergleich zum Bundesschnitt (+12,5 % bzw. +14,7 %) ist dieser Anstieg deutlich kräftiger.

Neben qualifizierten Kräften in den Bereichen Metall, Büro und Bau werden Fachkräfte besonders in technischen Berufen gesucht. Zusätzliche Fachkräfte aus dem inländischen Potential will das AMS OÖ 2007 vor allem aus den Reihen der Wiedereinsteigerinnen und der Personen mit Migrationshintergrund gewinnen.

FEM-Implacement: Bessere Verdienstchancen für Frauen

Im Jahr 2006 organisierte das AMS OÖ mit finanzieller Unterstützung des Landes Oberösterreich Implacement-Ausbildungen für 757 Männer und 856 Frauen. 80 Frauen begannen im Rahmen der Initiative 'FEM-Implacement' eine bis zu dreijährige Ausbildung, die mit einem Lehrabschluss in einem technischen Beruf beendet wird. Für heuer plant das AMS OÖ 110 Ausbildungen im Rahmen von FEM-Implacement.

Vorteile für Frauen

"Der Berufskorridor der erwerbstätigen Frauen ist noch immer schmal", erklärt dazu AMS-Landesgeschäftsführer Roman Obrovski. "Viele Frauen wählen ihren Job unabhängig vom Bildungsniveau nach wie vor unter wenigen, überwiegend weiblich besetzten Berufen. In der Konsequenz verdienen sie deutlich weniger als gleichaltrige Männer. Ein Einstieg in technische Berufe ist eine Chance für Frauen, ihre Erwerbssituation zu verbessern. Laut Statistik Austria verdienen Frauen in technischen Berufen rund Euro 4000 pro Jahr mehr als weibliche Büroangestellte."

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