Schwarzböck: Saisoniers und Erntehelfer in Land- und Forstwirtschaft unverzichtbar

LK Österreich begrüßt die Festlegung eines ersten Saisonierkontingents

Wien (AIZ) - Österreichs Land- und Forstwirtschaft ist verstärkt auf ausländische Arbeitskräfte angewiesen, da sich für die erforderlichen Tätigkeiten vielfach keine inländischen Arbeitskräfte mehr finden. Mit der ersten Saisonierverordnung, die der Wirtschaftsminister vor kurzem unterzeichnet hat, wurde ein erstes Kontingent festgelegt. Die unter anderem zur Holzmobilisierung notwendigen Arbeitskräfte stehen nun zur Verfügung, und bedingt durch den milden Winter können die Arbeiten sofort starten. Auch der Gemüsesektor und der Weinbau sind auf die ausländischen Arbeitskräfte bereits ab Jänner angewiesen.

"Angesichts des kontinuierlich steigenden Bedarfs an ausländischen Arbeitskräften in der Land- und Forstwirtschaft ist es zu begrüßen, dass die drohende Kürzung verhindert werden konnte. Es ist aber zu befürchten, dass auch heuer die Kontingente in einigen Bundesländern wieder nicht reichen werden und erste Engpässe spätestens Ende März auftreten werden. Weil aber ein ähnlicher Witterungsverlauf wie im Frühjahr 2006 nicht zu erwarten ist, muss die noch ausstehende zweite Kontingentverordnung heuer bereits Mitte März in Kraft treten", forderte heute Rudolf Schwarzböck, Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich.

Die bäuerliche Interessenvertretung weist in dem Zusammenhang darauf hin, dass die bisher geltende höchste Beschäftigungsdauer von sechs Monaten (Saisoniers) bei bestimmten Kulturarten nicht ausreichend sei und appelliert an den Wirtschaftsminister, den Sozialpartnervorschlag für den Bereich Landwirtschaft, die Bewilligungs- und Beschäftigungsdauer nach dreijähriger Tätigkeit als Saisonier ab dem vierten Jahr auf neun Monate zu verlängern, bereits in die zweite Verordnung aufzunehmen. "Dies würde mithelfen, betriebliche Kosten zu senken und zu einer Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit beizutragen, weil durch die Anpassung der Beschäftigungsdauer an die tatsächlichen Wirtschaftsabläufe die Einschulungsphase eines neuen Saisonarbeiters entfallen würde. Es wäre damit aber auch eine Senkung der Verwaltungskosten möglich, weil in diesen Fällen dann ein zweites Bewilligungsverfahren entfallen könnte", betonte Schwarzböck.
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