Silver Server sieht Re-Monopolisierung herauf dämmern

Schreiben zur eTel-Übernahme an Bundeswettbewerbsbehörde gerichtet

Wien (OTS) - Der unabhängige Internet Service Provider Silver Server, nach UPC und Tele2UTA drittgrößter Entbündelungsbetreiber in Österreich, sieht durch den Kauf von eTel durch die Telekom Austria die Errungenschaften der Telekom-Liberalisierung infrage gestellt.

In einem Schreiben an die Bundeswettbewerbsbehörde wird auf die massiven Auswirkungen auf den nationalen Wettbewerb hingewiesen. "Wenn man gestattet, dass die Telekom Austria, als Betreiber mit beträchtlicher Marktmacht, seine Mitbewerber sukzessive vom Markt kaufen darf, dann können die Ziele der Liberalisierung nicht mehr eingehalten werden. Es wird sich dann mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit kein nachhaltiger Wettbewerb mehr einstellen", äußert Oskar Obereder, Silver Server-Geschäftsführer.

"Es wäre höchst bedenklich, wenn sich ein Betreiber mit der Marktmacht der Telekom ein "alternatives Outlet" leisten darf und so den Wettbewerb nach Belieben steuern kann. Damit könnten auch alle Auflagenbescheide der Telekom Control Kommission unterlaufen werden", so Obereder weiters.

Sinnvolle Auflagen zur Schadensbegrenzung

Um den potenziellen Schaden an der Liberalisierung zu begrenzen, regt Silver Server einige Auflagen zur Zustimmung des Zusammenschlusses an.

So soll die Telekom Austria in Österreich keine Produkte unter dem Namen eTel anbieten dürfen. Bestehende eTel-Kunden sollen aus ihren Verträgen ohne Berücksichtigung von Bindungsfristen oder Abschlagszahlungen aussteigen dürfen, verbleibende Kunden hingegen binnen kurzer Frist auf Produkte der Telekom Austria umgestellt werden. Die gesamte Infrastruktur der eTel ist der Telekom Control Kommission zu melden.

Weiters sollte die eTel alle bestehenden Kollokationsräume zum Verkauf an Entbündelungsbetreiber freigeben. Von alternativen Infrastrukturbetreibern nachgefragte Infrastruktur müsste auf Basis der eTel-Preise zum Verkauf angeboten werden.

Sollte dem Zusammenschluss gänzlich ohne Auflagen zugestimmt werden, befürchtet Oskar Obereder einen Zeitsprung ins Jahr 1997 und eine beginnende Re-Monopolisierung des Geschäftsfeldes: "Über das Telekommunikationsgesetz und seine Novellen bräuchte sich dann niemand mehr den Kopf zerbrechen."

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