ARBÖ: Seit Oktober keine Grenzwertüberschreitungen auf Oberösterreichs "Lufthunderter"-Strecke

ARBÖ begrüßt das Aus für "Lufthunderter"

Wien (OTS) - Seit 20. Oktober 2006 bis gestern wurde auf der A1 (Westautobahn) zwischen Linz und Enns kein einziges Mal der Grenzwert für Feinstaub überschritten. Auch bei Stickstoffdioxiden gab es seit 20. Juli 2006 keine einzige Überschreitung, berichtet der ARBÖ auf Basis der Daten des Umweltbundesamtes. "Es gibt keinen sachlichen Grund, ausgerechnet hier Tempo 100 einzuführen", betont ARBÖ-Geschäftsführer Leo Musil.

Auf der entsprechenden Messstelle "Enns Kristein A1" wurden im gesamten vorigen Jahr der Grenzwert für Stickoxid (Halbstunden-Mittelwert über 200 Mikrogramm/m3) nur vier Mal überschritten. Bei Feinstaub gab es an dieser Stelle im gesamten Jahr 2006 lediglich 34 Tage, an denen der Tages-Mittelwert für Feinstaub (50 Mikrogramm/m3) überschritten wurde. Nach EU-Kriterien, die ja 35 Überschreitungstage im Jahr bei Feinstaub zulassen, ist das kein Anlass zu Aktionsplänen. Nur weil Österreich mit nur 30 Überschreitungstagen im Jahr strengere Feinstaub-Regelungen aufgestellt hat, sind überhaupt Maßnahmen zu setzen.

Der ARBÖ begrüßt die von Infrastrukturminister Werner Faymann angekündigte Abschaffung der starren "Lufthunderter" auf Autobahnen, ausdrücklich auch im Namen jener 155.000 Autofahrer, die beim ARBÖ mit ihren Unterschriften dagegen protestiert haben. "Die berechtigte Kritik wird endlich gehört. Wenn alle Lufthunderter zusammen nur eine minimale Verbesserung im Promille-Bereich bringen können, ist es vernünftiger, diese Schikane wieder abzuschaffen", fügt ARBÖ-Geschäftsführer Musil hinzu.

Auch ohne Verfassungsänderung kann der neue Infrastrukturminister in Tirol beweisen, wie ernst ihm dabei ist. Denn schon auf Basis der geltenden Gesetzeslage kann der Verkehrsminister alle Lufthunderter auf Autobahnen kippen, die länger als drei Monate dauern. Auf der Inntalautobahn A12 von Kufstein bis Zirl wird der seit 1. November 2006 geltende Lufthunderter am 1. Februar 2007 drei Monate alt. Die Tiroler Landesregierung hält am starren Tempolimit bis April 2007 fest, obwohl es seit 5. Jänner 2007 nach Auskunft der ASFINAG genau auf dieser Strecke möglich wäre, flexibel auf die Umwelt zu reagieren und mit Hilfe der mit viel Geld neu installierten Verkehrsbeeinflussungsanlage jedes Mal auf Tempo 100 zu schalten, wenn sich die Feinstaubsituation zuspitzt. Der ARBÖ-Tirol hat bereits im Dezember in einem offenen Brief ans Land Tirol gefragt, aus welchem Grund Tirol diese Möglichkeit zu flexiblen Tempolimits nicht ausnützt.

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