ARBÖ: Neu gebaute Autobahnkilometer durch Mautzahlungen schon voll bezahlt

Wien (OTS) - Jene 144 Autobahnkilometer, die seit 2001 neu gebaut wurden, haben die Autobahnbenützer mit ihren Mautgeldern schon längst bezahlt, stellt der ARBÖ klar. "Keiner kann aus diesem Grund nun eine Erhöhung der Vignette verlangen. Das wäre sachlich auf keinen Fall gerechtfertigt", unterstreicht ARBÖ-Geschäftsführer Leo Musil.

Seit der saftigen Verdoppelung des Vignettenpreises im Jahre 2001 wurde das Autobahn- und Schnellstraßennetz bis Ende 2006 von 1933 Kilometer um 144 Kilometer auf 2077 km ausgeweitet. In diesen Neubau hat die ASFINAG insgesamt 3,7 Mrd. Euro investiert. In diesem Zeitraum haben alle Benutzer der Autobahn 6,3 Milliarden Euro (inkl. Mehrwertsteuer) an Mauten- und Vignettengeld gezahlt, sodass diese Maut nicht nur die Neuinvestitionen abgedeckt, sondern auch den Erhalt, der in diesem Zeitraum weitere 1,8 Mrd. kostete.

Es liegt nicht an den Benutzern der Autobahnen, und schon gar nicht an den Autofahrern, die in diesem Zeitraum ja insgesamt die unvorstellbare Summe von 59,9 Milliarden an autobezogenen Steuern und Abgaben gezahlt haben, dass die ASFINAG nun mit einem Schuldenberg von 9,8 Mrd. Euro da steht.

Der ARBÖ fordert einen Belastungstopp für die Autofahrer und lehnt die geplante Erhöhung der Mineralölsteuer strikt ab, die vor allem jene trifft, die aus beruflichen Gründen Auto fahren müssen. Der ARBÖ beharrt auf einen längst fälligen Ausgleich für Pendler und berufsbedingte Fahrten, und drängt auf Erhöhung des Kilometergeldes um 7 Cent auf 45 Cent, der Pendlerpauschalen um 10 Prozent und des seit elf Jahren eingefrorenen Verkehrsabsetzbetrages. Immerhin wurde im Koalitionspapier ein Steuernachlass für Frächter fixiert, obwohl die Erhöhung der LKW-Maut um vier Cent in den Sternen steht. Musil:
"Was für Frächter recht ist, sollte auch für Autofahrer billig sein."

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