Neues Volksblatt: "Rohrstock" (von Michael Kaltenberger)

Ausgabe vom 15. Jänner 2007

Linz (OTS) - Ein Schrei der Entrüstung hallte über das Land, als der Christliche Lehrerverein für Oberösterreich vor Jahren unter dem Motto "Erziehen heißt eingreifen" eine Debatte darüber in Gang setzte, welche Handhaben man den Lehrern im Umgang mit Problemschülern geben soll. "Rohrstaberlpädagogik" war damals der Schlachtruf der Linken und Alternativen.
Nun stehen die Verhaltensvereinbarungen in den Schulen und Interventionsmöglichkeiten bei Nichteinhaltung im rot-schwarzen Regierungsübereinkommen, was unterm Strich nichts anderes bedeutet als die Übernahme der Forderungen der Christlichen Lehrer.
Proteste gibt es (noch) keine.
Dürfen so etwas nur Sozis fordern?
Sind die Linken mit den Studiengebühren ausgelastet?
Ist die antiautoritäre 68-er-Generation abgeschlafft?
Wie dem auch sei - Hauptsache, man kann über ein Problem in Ruhe diskutieren! Denn niemand, der sich nicht selbst anlügt, bestreitet, dass es in den Schulen Probleme gibt. Deshalb braucht es Regeln " für Schüler und für Lehrer - und Maßnahmen zur Durchsetzung.
Den Rohrstock braucht niemand - außer jene, die ihn als Ersatz für Argumente verwenden.

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