ÖSTERREICH:Haider: "Kaum vorstellbar, dass es zu einer Einigung kommt"

Landeshauptmann: Justizministerin "kommunistische Politkommissarin" - Fischer spiele "unrühmliche Rolle"

Wien (OTS) - Zu einem kräftigen Rundumschlag holt der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider im ÖSTERREICH-Interview (Montag-Ausgabe) aus. Dem Vorschlag der neuen Justizministerin Maria Berger, notfalls ein Amtsenthebungsverfahren gegen Haider einzuleiten, kontert der Landeshauptmann: "Die Kärntner sehen es nicht gerne, wenn ihr Landeshauptmann von einer kommunistischen Politkommissarin mit der Absetzung bedroht wird. Beger hat offenbar mit dem Mokauer Bodenküsser Gusenbauer ein Seminar bei Putin besucht - in Sachen Vernichtung politischer Gegner".

Bundespräident Heinz Fischer, der eine lösung des jahrelang schwelenden Konfliktes eingemahnt hat, richtete Haider aus: "Fischer spielt seit Jahrzehnten eine unrühmliche Rolle. Er war ein guter Freund des slowenischen Präsidenten Kucan. Das war ein alter Partisan, der die Träume von Großslowenien nie ausgeträumt hat. Deshalb liege ich mit Fischer auch im Clinch, weil ich sage:"Lieber Freund, du hast als Staatspräsident die Verpflichtung, die Interessen Österreichs wahrzunehmen und nicht die Sloweniens".

Eine Lösung bis Sommer, wie von der Regierung angestrebt, ist für den BZÖ-Politiker nicht ohne Kärntner Zustimmung durchführbar. "Ich kann mir schwer vorstellen, dass es bei den Vorgaben der radikalen Slowenen, zu einer Einigung kommt. Nur wenn die Lösung so ist, wie es sich die Kärntner vorstellen, gibt es eine Chance".

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