Strache: "Wir glauben an diese FPÖ, wir glauben an Österreich"

Große Mannschaft mit tollen Persönlichkeiten - FPÖ-Obmann fordert Zuwanderungsstopp - Gusenbauer erster ÖVP-Kanzler mit rotem Parteibuch

Vösendorf (OTS) - In Vösendorf fand heute das Neujahrstreffen der FPÖ statt, an dem über 3.000 Menschen teilnahmen. Höhepunkt der Veranstaltung war die Rede des freiheitlichen Bundesparteiobmanns HC Strache.

"Wir sind wieder auf der Siegerstraße", betonte Strache zu Beginn seiner Rede, in der er auf die föderalistischen Strukturen der Freiheitlichen verwies. In der FPÖ gebe es wieder gelebte Basisdemokratie. Dies sei der neue freiheitliche Weg. "Der 1. Oktober war erst der Beginn, wir gehen auf über 15 Prozent in Österreich."

Viele Menschen hätten in den letzten Wochen die Hoffnung gehabt, dass sich etwas ändere. "Diese Menschen sind heute bitterlich enttäuscht, weil sie betrogen wurden", sagte Strache. Die SPÖ habe kein soziales Gewissen. Gusenbauer sei der erste ÖVP-Kanzler mit einem roten Parteibuch. Dies sei der endgültige Sündenfall der SPÖ. Strache lud alle SPÖ-Wähler ein, "ein Stück des Weges mit uns zu gehen". Die SPÖ habe das Verteidigungsministerium verdient, weil sie während der ganzen Verhandlungen vor der ÖVP "Hab acht" gestanden sei. Die abgewählte ÖVP sei von Gusenbauer exhumiert worden. Haider habe seinerzeit den gleichen Verrat geübt. "Beide können uns gestohlen bleiben." Gusenbauer sei ein Untermieter der ÖVP im Bundeskanzleramt.

"Wir sind die einzige kompromisslose Kontrolle in Österreich", betonte Strache. "Wir halten Wort." Keine andere Partei habe Wort gehalten. Alle anderen würden nur immer wieder an den Futtertrog wollen. "Wir haben uns nicht angebiedert, weder vor noch nach der Wahl." Auf die soziale Österreichpartei FPÖ könne man bauen, das würden die Menschen wissen. Die rot-schwarzen Kapriolen seien noch absurder als die Wetterkapriolen.

Die FPÖ habe auch im Wahlkampf die Schicksalsfragen für Österreich angesprochen. Deshalb sei sie den Mächtigen wieder ein Dorn im Auge. Die Sozialdemokratie sei heute nur mehr ein morbides Konstrukt. Gusenbauer spiele das inhaltliche Double Grassers. Statt einer Grundsicherung solle der Bundeskanzler darauf schauen, dass die Menschen ein anständiges Gehalt bekämen. Kritik übte Strache auch an der Pensionspolitik von SPÖ und ÖVP, die die Pensionisten verraten hätten. Statt Fairness gebe es kapitale sozialpolitische Fouls. "Wir wollen den Sozialstaat sicherstellen, der in erster Linie für Staatsbürger dazusein hat." Strache forderte auch eine Entlastung der Familien und kritisierte die Belastung der Autofahrer. Kleine und mittlere Unternehmen müssten entlastet werden.

Probleme wie Zuwanderung und Kriminalität seien im Regierungsprogramm überhaupt nicht angesprochen worden. "Wir brauchen einen Zuwanderungsstopp", erklärte Strache. Es sei Fünf nach Zwölf. Strache zeigte sich in diesem Zusammenhang erfreut über die Gründung des Vereins "SOS Abendland". Die Zuwanderer hätten sich an die Österreicher anzupassen und nicht umgekehrt. "Wenn wir hier nichts ändern, werden wir in zwanzig Jahren zu Fremden in der eigenen Heimat." Strache verwies auch auf die Ausländerkriminalität. Jeder straffällige Asylwerber müsse ohne Einspruchsmöglichkeit abgeschoben werden. Die Zuwanderung sei eine tickende Zeitbombe. Die Zeit der Beschwichtigungen müsse vorbei sein. "Das Abendland ist in Gefahr." Dessen große Geschichte und Kultur könne man nicht mirnixdirnix wegwerfen. "Der Halbmond hat in Österreich nur einen Platz, und der ist am Nachthimmel", betonte Strache unter dem begeisterten Applaus der Anwesenden.

Geharnischte Kritik übte Strache auch an der EU. Alles werde verordnet, werde aufmucke, werde niedergemacht. Die Antiraucher-Kampagne wies der FPÖ-Obmann schärfstens zurück. Es dürfe keinen Bevormundungsstaat geben. Die Bürgerrechte dürften nicht eingeschränkt werden.

Das Neujahrstreffen zeige, dass die FPÖ endgültig wieder da sei. "Wir stehen zu unserer Weltanschauung", sagte Strache. Kameradschaft und Gemeinschaft müssten gelebt werden. "Wir müssen ehrlich zueinander sein und aufpassen, dass wir nicht das Geschäft der politischen Gegner erfüllen. Wir sind eine große Mannschaft mit tollen Persönlichkeiten."

"Wir glauben an diese FPÖ, wir glauben an Österreich", betonte Strache. Man werde auch in der Opposition das beste für dieses Land leisten. "Ihr könnt euch auf mich verlassen. Ich werde unsere Weltanschauung nie verraten." Die FPÖ wolle wieder dritte Kraft im Lande werden.

Für eine Zusammenarbeit der FPÖ mit anderen Parteien präzisierte Strache fünf Punkte: Direkte Demokratie und verbindliche Volksabstimmungen, Zuwanderungsstopp, Familienförderung, Armutsbekämpfung und Ablehnung des EU-Beitritts der Türkei. "Wenn eine andere Partei nicht dazu bereit ist, kann sie kein Partner für uns sein."

"Ich bin stolz, Obmann der FPÖ sein zu dürfen", sagte Strache. "Ich habe in den letzten eineinhalb Jahren viel Verantwortung tragen müssen. Ihr habt mir dabei geholfen." Die FPÖ trage "Österreich zuerst" im Herzen.

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