ARBÖ begrüßt das Aus für "Lufthunderter"

In Tirol kann der Verkehrsminister Tempo 100 schon ab 1. Februar kippen

Wien (OTS) - Der ARBÖ begrüßt die von Infrastrukturminister Werner Faymann angekündigte Abschaffung der starren "Lufthunderter" auf Autobahnen, ausdrücklich auch im Namen jener 155.000 Autofahrer, die beim ARBÖ mit ihren Unterschriften dagegen protestiert haben. "Die berechtigte Kritik wird endlich gehört. Wenn alle Lufthunderter zusammen nur eine minimale Verbesserung im Promille-Bereich bringen können, ist es vernünftiger, diese Schikane wieder abzuschaffen", meint ARBÖ-Geschäftsführer Leo Musil.

Auch ohne Verfassungsänderung kann der neue Infrastrukturminister in Tirol beweisen, wie ernst ihm dabei ist. Denn schon auf Basis der geltenden Gesetzeslage kann der Verkehrsminister alle Lufthunderter auf Autobahnen kippen, die länger als drei Monate dauern. Auf der Inntalautobahn A12 von Kufstein bis Zirl wird der seit 1. November 2006 geltende Lufthunderter am 1. Februar 2007 drei Monate alt. Die Tiroler Landesregierung hält am starren Tempolimit bis April 2007 fest, obwohl es seit 5. Jänner 2007 nach Auskunft der ASFINAG genau auf dieser Strecke möglich wäre, flexibel auf die Umwelt zu reagieren und mit Hilfe der mit viel Geld neu installierten Verkehrsbeinflussungsanlage jedesmal auf Tempo 100 zu schalten, wenn sich die Feinstaubsituation zuspitzt. Der ARBÖ-Tirol hat bereits im Dezember in einem offenen Brief ans Land Tirol gefragt, aus welchem Grund Tirol diese Möglichkeit zu flexiblen Tempolimits nicht ausnützt.

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