Kdolsky im ÖSTERREICH-Interview: "So lange es geht, werde ich die Raucher nicht diskriminieren"

Gesundheitsministerin bremst Rauchverbot

Wien (OTS) - Die neue Gesundheitsministerin Andrea Kdolksy ist in Sachen Rauchen "gegen krasse Verbote und gesetzliche Vorgaben". Im Interview mit ÖSTERREICH (Samstag-Ausgabe), sagt Kdolsky, der Koalitionspakt sei zwar bindend. Die dort festgehaltene Ausweitung der Rauchverbote in Lokalen möchte sie aber "den Betroffenen nicht aufoktroyieren". Sie wolle die "persönliche Freiheit der Individuen schützen". Und wörtlich: "So lange es möglich ist, werde ich die Raucher nicht diskriminieren." Zwang und Druck erzeuge Gegendruck:
"Ich glaube nicht, dass man durch Gesetze die Mentalität der Menschen ändern kann." Kdolksy weist darauf hin, dass es seit 1. 1. 2005 Rauchverbote in allen öffentlichen Gebäuden gebe. In vielen Lokalen seien die Nichtraucher-Bereiche ohnehin "viel größer und der Raucher-Bereich besteht aus zwei Katzentischen am Eingang zur Toilette".

Sich selbst bezeichnete Kdolksy als "Gelegenheitsraucherin". Kdolsky: "Ich rauche oft wochenlang nichts, dann rauche ich an einen gemütlichen Abend mit Freunden gleich einige Zigaretten." Dass sie als Gesundheitsministerin gelegentlich rauche, hindert Kdolksy ihrer Meinung nach nicht, den Österreichern das Nichtrauchen beizubringen:
"Dann könnte man auch sagen, als Kinderlose dürfte ich nicht Familienministerin sein. Oder nur dann Verkehrsminister werden, wenn ich ein paar Unfälle gebaut habe. Als Ärztin habe ich auch Patienten mit Krankheiten behandelt, die ich selbst nicht hatte."

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