Lasar: Eingeschleppte Tbc-Gefahr in Wien alarmierend

Effiziente Maßnahmen gefordert.

Wien, 12.01.2007 (fpd) - In Wien werden pro Jahr ca. 400 Neuerkrankungen an Tuberkulose (Tbc) registriert. Rund die Hälfte davon sind Asylwerber. Beim Aufgreifen illegal aufhältiger Personen werden unsere Polizeibeamten immer häufiger mit Tbc konfrontiert. Trotzdem sind die Beamten mit Schutzmaßnahmen dabei auf sich selbst gestellt, so der Wiener Gesundheitssprecher LAbg. David Lasar heute.

Strengere Kontrollen vor allem bei straffällig gewordenen Asylwerbern und Schubhäftlingen, seien hier gefordert. Eine besondere Gefahr stellen Asylwerber aus der Russischen Föderation und den Nachfolgestaaten der Sowjetunion dar, denn überfüllte, unhygienische Gefängnisse in diesen Ländern sind die Quelle multiresistenter Tuberkulosestämme. Schubhäftlinge mit Tbc gelten als "nicht haftfähig" und werden daher nicht im Rahmen der Schubhaft sondern in öffentlichen Spitälern behandelt. Diese schwerkranken Personen brechen meist nach kurzer Zeit die Behandlung in den Spitälern ab, verlassen das Spital und tauchen unter, so Lasar.

Auch im Bereich der Gastronomie und dem Lebensmittelhandel sind strengere Überprüfungen gefordert. Mangelnde oder gar nicht vorhandene Gesundheitskontrollen führen dazu, dass die TBC-Gefahr heute größer ist denn je, warnt Lasar.
Fakt ist, dass wir seit 2003 mit einem Anstieg multiresistenter Tuberkulose konfrontiert sind und dies nicht länger ignoriert werden darf. Die SPÖ in Wien versucht seit Jahren durch Schönfärberei dieses Problem herunterzuspielen und handelt damit - der Bevölkerung gegenüber - mehr als unverantwortlich, kritisiert Lasar.

Die FPÖ fordert daher einmal mehr effiziente Maßnahmen zur Kontrolle und Anhaltung der Erkrankten, so Lasar abschließend. (Schluß) paw

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