Überparteiliche Fraueninitiative begrüßt mehr Frauen in der Regierung

Wichtigster Auftrag: Einkommensschere schließen

Wien (OTS) - Die überparteiliche Fraueninitiative "Klub für Frauen" begrüßt die Ernennung der großen Zahl weiblicher Regierungsmitglieder. Nunmehr ist im Kabinett Gusenbauer I der Frauenanteil auf acht gestiegen, davon fünf Ministerinnen und drei Staatssekretärinnen. Im Kabinett Schüssel II gab es bisher nur sechs Ministerinnen. Somit ist der Anteil an weiblichen Regierungsmitgliedern erstmals auf 40 Prozent angewachsen. Unter anderem wird Klub für Frauen-Mitglied Christine Marek als Staatssekretärin für Arbeit im Wirtschaftsministerium fungieren. Darüber hinaus freut sich der Klub für Frauen, dass ihr Mitglied Eva Glawischnig das Amt der 3. Nationalratspräsidentin übernommen hat.

Der Klub für Frauen begrüßt den hohen Frauenanteil in der neuen Regierung, die Erwartungen sind damit aber auch entsprechend hoch. So muss sich zum Beispiel die Einkommensschere zwischen Männern und Frauen endlich weiter schließen. Frauen verdienen bei gleichwertiger Arbeit nach wie vor etwa nur 60 Prozent dessen, was ein Mann in vergleichbarer Position erhält; dies ist auch auf den hohen Anteil an Teilzeitarbeit unter den berufstätigen Frauen zurückzuführen.

Außerdem gibt es Österreich weit immer noch zu wenig Kinderbetreuungsplätze, die zudem großteils äußerst restriktive Öffnungszeiten haben. Besonders während der Schulferien sind Familien fast ausschließlich auf private, meist kostenintensive Lösungen zur Betreuung des Nachwuchses angewiesen. Es müssen flächendeckende Kinderbetreuungseinrichtungen mit flexiblen Öffnungszeiten und Betreuungsangeboten geschaffen werden.

Die Strategie zur Lösung dieser Probleme sollte beinhalten:
· weitere Flexibilisierung des Kinderbetreuungsgeldes
· Ausbau ganztägiger Kinderbetreuungseinrichtungen, auch für Schulkinder
· Maßnahmen zur weiteren Schließung der Einkommensschere
· steuerliche Erleichterungen für Mehrkind-Familien

Der Klub für Frauen fordert daher von der neuen Bundesregierung ein Maßnahmenpaket, das es Frauen und Männern erleichtert, zu fairen Bedingungen der angestrebten beruflichen Tätigkeit nachzugehen und ihre Berufstätigkeit auch mit der Familie zu vereinbaren.

Der Klub für Frauen wird als ein Hauptthema seines Jahresprogramms 2007 das Thema "Schließen der Einkommensschere" forcieren und plant auch, die neue Frauenministerin Doris Bures zu seiner Diskussionsreihe "heißer Stuhl" einzuladen.

Dem Klub für Frauen gehören derzeit an:

Manuela Bruck, Henrietta Egerth, Daniela Enzi, Eva Glawischnig, Bettina Gneisz-Al-Ani, Sophie Karmasin, Dagmar Lang, Annabell Loebell, Christine Marek, Barbara van Melle, Hedwig Schnabel, Ulli Sima, Gabi Spiegelfeld-Quester, Brigid Weinzinger, Brigitte Wolf und Gabriele Zuna-Kratky

Rückfragen & Kontakt:

Dagmar Lang
Tel. 01-86648-119
Mail: d.lang@manstein.at

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